Gnostische Meditation – 3. Konzentration

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„Lebe von Augenblick zu Augenblick, von Moment zu Moment, ohne die schmerzhafte Last der Vergangenheit, ohne sich über die Zukunft zu sorgen. Entspanne den Verstand. Leere ihn von allen Gedanken, Begierden, Leidenschaften, etc. Ergebe dich deinem profunden inneren Gott; vergesse alle Weltlichkeit komplett.“ – Samael Aun Weor

Wir haben bereits einige vorbereitende Schritte besprochen, die für jeden Meditierenden notwendig sind. Diese Schritte beginnen zuallererst und fundamental mit der Entwicklung von kraftvoller, starker, mächtiger Aufmerksamkeit. Wir müssen lernen unsere Aufmerksamkeit zu kontrollieren, wie wir Aufmerksamkeit schenken. In der Gnosis nennen wir das Selbst-Beobachtung und Selbst-Erinnerung.

Jede Person die versucht meditieren zu lernen, aber nicht lernt sich zu jeder Zeit des Tages und der Nacht selbst zu beobachten, wird jahrelang in Frustration verbleiben. Meditation ist nur vertiefte Selbstbeobachtung. Das ist wirklich alles was es ist. Es ist vertiefter, profunder, und fokussierter.

Ohne Selbst-Beobachtung kann es keine Meditation geben. Es kann nur Fantasie geben, und Fantasie ist das Gegenteil von Meditation.

linie des seins

In der Natur haben wir viele Polaritäten. Wir haben die verschiedenen Spektren des
Lichts; den ganzen Umfang von den sehr niedrigen, sehr langsamen Vibrationen, sowie das Infrarot, zu den sehr hohen, sehr rapiden Vibrationen. Und wir nehmen eine sehr limitierte Bandbreite dieses Lichts wahr, einen sehr kleinen Prozentsatz; das meiste Licht das uns umgibt sehen wir nicht. Es ist genau die gleiche Sache mit dem Bewusstsein.

Darum verwenden wir das Diagramm der Linie des Seins als eine Art das Spektrum des Bewusstseins zu visualisieren.
Das Bewusstsein ist Licht. Aber es ist Licht das wir nicht unbedingt physisch Wahrnehmen. Wir nehmen es mit einem anderen Sinn wahr, und in der Gnosis wird dieser Sinn Selbstbeobachtung bzw. Selbst-Observation gennant. Es ist wortwörtlich ein Sinn, eine Art der Wahrnehmung. Aber es ist eine Art der Wahrnehmung die vor, oder hinter, Sicht, Gehör, Geruch, Geschmack und dem Tastsinn ist. Es ist vor, oder hinter, Bildern, Vorstellung, Fantasie, Tagträumen, Visualisation. Das Bewusstsein ist die Wurzel der Wahrnehmung. Das muss perfekt verstanden werden.

Also in jedem Einweihungspfad, in jeder Schule des Erwachens oder der Erleuchtung, muss jeder mit dem Bewusstsein arbeiten. Ohne dem ist es nur Theorie und Konzept, und darum bedeutungslos, und ohne Auswirkung auf uns, außer indem es Dinge im Verstand verändert, bestimme mentale Strukturen verändert. Wir können viele Schulen besuchen und viele Bücher lesen, und zu vielen Lehrern gehen und viele Ideen absorbieren, aber es wird für uns bedeutungslos sein, im Kontext der Entwicklung der Seele, wenn wir dieses Verständnis nicht auf unser eigenes Bewusstsein in uns anwenden.

Das muss für jeden klargestellt sein. Die Gnosis zu studieren ist bedeutungslos, außer wenn man diese Prinzipien an der Wurzel seiner eigenen Wahrnehmung anwendet. Ihr müsst die Lehren praktisch in euch Selbst anwenden; andernfalls ist es Zeitverschwendung. Das gleiche gilt für das Lesen der Bibel, das gleiche gilt für das Lesen des Korans, das gleiche gilt für das Lesen eines jeden Sutras oder Tantras. Die Prinzipien die in allen heiligen Schriften ausgedrückt werden liefern Methoden um mit dem Bewusstsein zu arbeiten, um auf die fundamentale Natur des Bewusstseins zuzugreifen, um es in uns Selbst zum Arbeiten zu bringen; die Lehren die positiv sind ermutigen das Bewusstsein in dem Licht der Reinheit und Keuschheit zu wachsen; die Lehren die negativ sind ermutigen uns das Bewusstsein in Begierde und Anhaftung gefangen zum wachsen zu bringen.

Das Wachstum des Bewusstseins ist die Wurzel des Taoismus, die Wurzel des Hinduismus, und all den großen Religionen. Bei ihnen allen geht es darum mit Aufmerksamkeit zu arbeiten. All diese Systeme beginnen mit Ethik, Moralität. Erinnern wir uns, dass das einen zweifachen Sinn hat; es lehrt uns wie man Aufmerksamkeit schenkt, und zweitens lehrt es uns aufzuhören Karma zu erzeugen. Und erneut, jegliche Schule, jeder Pfad oder Methode zu erwachen die diese Schritte überspringt wird uns in die Verdammnis führen, wird uns ins Leid führen, wird uns zu Schmerz führen.

Es gibt viele Schulen, viele Religionen, viele Lehrer, viele Priester, viele Mönche die Techniken lehren um mit Anspannung zu arbeiten, um mit dem Bewusstsein zu arbeiten, aber sie vernachlässigen zu erklären wie man Begierde besiegt. Und aufgrund dessen finden sich viele Leute in einer sehr schlechten Situation, absteigend auf dieser Linie, weil sie beginnen zu erwachen; aber sie beginnen auf negative Weise zu erwachen.

Alles in der Natur ist eine Polarität. Das Bewusstsein selbst ist eine Polarität, eben so wie Säuren und Basen, Positiv und Negativ. Wir haben positiv erwachtes Bewusstsein und negativ erwachtes Bewusstsein. Das ist der Unterschied zwischen einem Engel und einem Dämon, oder einem Heiligen und einer Hexe.

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Der Unterschied wird auf dem Lebensbaum illustriert, der Kabbalah. Positiv erwachtes Bewusstsein ist aufsteigend, leichter werdend, auf natürliche Weise in höhere Ebenen aufsteigend, in höhere Formen der Wahrnehmung (das bezieht sich auf Ebenen über Malkuth). Negativ erwachtes Bewusstsein ist schwerer, mehr belastet mit Anhaftung, mit Gewicht, mit Last, mit Karma (das bezieht sich auf die Ebenen unter Malkuth. Malkuth ist „das Königreich“, weil es ein Gemisch all der anderen Welten beinhaltet; in der physischen Welt findet man alles).

Also wenn wir lernen Techniken zu praktizieren um mit den Energien des Körpers zu arbeiten, den drei Gehirnen, mit dem Bewusstsein zu arbeiten, aber wir wenden keine Moralitäten an, lernen nicht uns zu verändern, lernen nicht unser Verhalten zu adjustieren, aufzuhören andere in negativer Weise zu beeinflussen, und uns selbst in negativer Weise zu beeinflussen, dann erzeugen wir mehr Gewicht, mehr Last in dem Bewusstsein, und beginnen negativ zu erwachen. Das ist sehr verbreitet.

In dem Buch Daniel in der Bibel heißt es:

Und viele von denen die schlafen in dem Staub der Erde werden erwachen; manche zum ewigen Leben, und manche zu ewiger Schmach und Schande. – Daniel 12:2

Die meisten Leute sehen die wahre Natur des Bewusstseins nicht und werden durch Begierde verwirrt. All die Ethik und Moralitäten der wahren Religionen lehren uns Begierde zu töten. Das ist die Basis wahrer Entsagung. Das ist die Basis jeder wahren Aufopferung. Das ist die wahre Bedeutung hinter all den Geschichten von all den Heiligen und Yogis. Das ist die esoterische Seite dieser Geschichten die wir hören, über Yogis die allem entsagen, und Leinen tragend und Wurzeln essend in den Wäldern leben. Die Bedeutung ist nicht das wir das tun sollten und in den Wäldern leben sollten. Die Bedeutung ist das wir unseren psychologischen Annehmlichkeiten entsagen müssen, unseren psychologischen Anhaftungen, unseren Ideen, unseren Erinnerungen, unseren Historien, unseren Schmerzen, all den Dingen an die wir als real betrachten und an denen wir uns festhalten. Diesen Illusionen die uns fortwährend leiden machen müssen wir entsagen.

Diese Entsagung wird einfach, wenn wir die Natur der Vier Noblen Wahrheiten verstehen. Das grundlegende Fundament der Lehre des Buddha Shakymuni ist, dass Begierde Leid erzeugt. Offensichtlich steht das in direktem Kontrast zu der Programmierung die wir täglich durch unsere moderne Kultur erhalten, durch Werbung, Filme, Fernsehen, Bücher, Magazine, Musik, etc. Der Buddha lehrte, dass wir alle Formen der Begierde in uns Selbst bezwingen, überwinden müssen; das ist die unterliegende Richtung in allen Formen des Buddhismus.

Eine bekannte Eingeweihte sagte:

„Die Persönlichkeit und die Dinge der Sinne müssen geopfert werden damit sich das höhere Selbst manifestieren kann.“

Wer denkt ihr hat das gesagt? Es hört sich buddhistisch an. Aber es war Dion Fortune. Sie war eine englische Okkultistin.

Wir müssen diese Dinge opfern die wir als uns lieb und wichtig ansehen, sowie uns Selbst, sogar unser Name, die Idee wer wir zu sein glauben. Es ist diese Idee in der wir leiden, es ist ein Käfig, den wir selbst erschaffen haben, dieses Konzept von „wer ich denke dass ich bin“ oder „als wer ich gesehen werden will“. Dieser Käfig hält uns gefangen. Wir können dem Leid nicht entkommen außer wenn wir diesen Käfig entfernen. Der Käfig ist unser eigener Verstand. Der Verstand muss verändert werden, und nur wir können es für uns tun. Niemand kann es für euch tun.

Der einzige Weg sich auf fundamentale Weise zu verändern ist die Begierde zu töten. Das hört sich vielleicht sehr extrem an, aber es ist in der Tat die Wurzel des Christentums. Jesus von Nazareth sagte:

„Wer mir nachfolgen will muss zuerst sich selbst verleugnen.“

Das ist die erste Anforderung des echten Christentums: sich selbst zu verleugnen; das falsche Selbst; Begierde. Die Buddhisten sagen das gleiche; ebenso Krishna, ebenso Mohammed. Begierde muss sterben, weil Begierde nicht mit Gott vereinbar ist. Überhaupt nicht. Begierde gehört den niedrigeren Ebenen der Natur an. Es ist eine Verwirrung, ein Aggregat, ein Stau in der natürlichen Funktion der Schöpfung. Es ist was uns davon abhält zu erfahren was real ist. Also muss es entfernt werden.

Das ist wirklich der Grund warum wir meditieren. Wir meditieren um den Verstand zu begreifen. Meditation ist nicht eine Technik um mystische Erfahrungen zu haben. Ihr habt sie vielleicht, und wenn ihr fortwährend beharrt werdet ihr sie definitiv haben. Aber das ist nicht der Punkt. Bei Meditation geht es nicht darum abzuschalten und abzuschweifen, es ist das Gegenteil dessen. Es geht darum außerordentlich wahrnehmungsfähig zu werden. Es geht nicht darum zu fantasieren; das ist das Gegenteil. Es geht nicht darum high zu werden oder ekstatische Erfahrungen zu haben. Das mag vielleicht passieren; aber das ist nicht der Punkt. Und Meditation kann ein weiterer Teil des Käfigs unseres Verstandes werden wenn wir unsere Begierde nach Erfahrungen stimulieren. Viele bleiben hier stecken.

Der echte Sinn der Meditation ist Information über uns selbst zu erlangen, zu verstehen warum wir leiden und wie wir das ändern können. Das ist der Grund warum wir meditieren. Es hat nichts damit zu tun was die meisten Leute „Religion“ nennen, es hat nichts mit Kultur zu tun, es hat nichts damit zu tun dieser oder jener Sekte oder Gruppe anzugehören, oder einem bestimmten Club, oder einen bestimmten Namen zu haben oder ein bestimmtes Outfit zu tragen. Es hat ganz einfach damit zu tun ein guter Mensch zu werden. Das ist alles. Wir meditieren um zu einer guten Person zu werden. Das ist der wahre Grund, die wahre Motivation. Jegliche andere Motivation ist Begierde, ist ein falsches Konzept, und es wird zu einer Falle werden. (Manche sagen, „ist nicht der Drang Gott zu kennen auch eine Begierde? Oder die „Begierde“ ein guter Mensch zu sein?“ Die Gnosis sagt uns NEIN: denn eine Sache ist die Begierde des Verstandes, und eine andere Sache sind die natürlichen Bedürfnisse des Bewusstseins. Wir werden das später noch mehr besprechen.)

Wenn diese Dinge einmal halbwegs verstanden sind, und wir beginnen mit dem Bewusstsein zu arbeiten, zu lernen wie man sich verändert, lernen aufzuhören auf mechanische Weise zu handeln, unseren Zorn zu ändern, unsere Gewohnheiten zu verändern, zu beginnen Dinge aufzuopfern die wirklich irrelevant in unserem Leben sind, von der Basis aus können wir wirklich lernen was Meditation ist. Wir können beginnen die Wahrheit über das Bewusstsein zu sehen. Aber, wie wir bereits sagten, das benötigt sehr viel Aufrichtigkeit, unglaubliche Tapferkeit, und Ehrlichkeit. Es bedeutet nicht, dass man anfangen muss seine Probleme jedem zu offenbaren. Es bedeutet daß man tapfer genug sein muss sich seinen eigenen selbst-erschaffenen Illusionen zu stellen, die Art in der man sich selbst in die Irre führt, die Art in der man sich selbst in Ignoranz hält, ignorant ist; die Wahrheit über sich selbst ignoriert, seinen Verstand, wie man ist, wie man sich verhält, was man tut, was man sich wünscht. Man kann diese Dinge nicht länger vermeiden, wenn man verstehen will was Meditation ist.

Bei Meditation geht es um Veränderung. Es geht darum uns Selbst zu verändern und bessere Menschen zu werden. Und wenn ihr nicht diese Intention habt, dann verschwendet ihr eure Zeit hier. Es gibt Millionen von anderen Schulen die euch helfen können viel Geld zu machen wenn es das ist was ihr wirklich wollt, oder viel Macht zu erlangen, beliebt zu werden, oder gutaussehend und attraktiv zu werden. Wenn ihr diese Dinge wollt gibt es offensichtlich Orte an denen euch geholfen wird, aber um einen Preis. Alles kostet etwas. Nichts entkommt dem Gesetz. Alles kostet, nichts ist kostenlos. Man kann Macht erlangen, man kann Geld haben, man kann sexuelle Attraktion haben; aber zu welchem Preis? In den Evangelien heißt es:

„Denn was nützt es dem Menschen die ganze Welt zu gewinnen, wenn er dabei seine Seele verliert?“

Jeden Tag im Leben machen wir Tauschgeschäfte, die ganze Zeit. Und all diese Tauschgeschäfte bedeuten, dass man eintauscht was man hat um zu bekommen was man will. Aber we in euch macht wirklich dieses Geschäft? Können wir wirklich sagen daß wir alles was wir tun vollständig bewusst tun? Können wir das wirklich sagen? Können wir wirklich sagen daß wir in allem das wir tun vollständigen und aufmerksamen Willen dahinter haben?

In der Gnosis verstehen wir das wir das nicht tun. Maximal haben wir ungefähr drei Prozent Bewusstheit über uns Selbst, denn das Menschliche Wesen hat in dieser Phase des Leben drei Prozent freies Bewusstsein. Neunundsiebzig Prozent unseres Bewusstseins ist in dem Verstand gefangen. Diese gefangene Energie – wir alle erfahren sie. Es ist was wir Ego nennen, es ist was wir Begierde nennen, es ist was wir Zorn, Stolz, Wollust, Neid, Furcht, Völlerei nennen, all diese Charakteristiken die wir alle haben, unser Karma. Sie alle sind Begierde, uns sie alle haben gefangenes Bewusstsein in ihnen. Indem wir beginnen unsere Aufmerksamkeit anzuwenden, beginnen wir zu observieren wie das in uns funktioniert. Wir fühlen unseren Zorn aufkommen und fühlen den Willen (1) aus diesem Zorn heraus zu handeln, (2) die Gedanken des Zornes, (3) die Emotion des Zornes. Wir wollen jemandem wehtun, oder jemanden leiden machen, damit sie bezahlen. Das ist Begierde. Das ist Ego. Das ist ein Problem. Die meisten von uns spielen einfach mit diesen Verhaltensweisen mit, und denken, dass es okay ist. „Wenn mich niemand gesehen hat, muss es in Ordnung sein.“ Wir bemerken das Karma das es produziert nicht, oder die Art in der es uns zerstört, spirituell, psychologisch, und physisch.

Die Krankheiten an denen Leute heute leiden haben ihre Wurzel in psychologischen Problemen. Alles ist psychologisch. Nichts entkommt dem. Leute haben Geschwüre weil sie Zorn haben. Leute haben Aids weil sie Wollust haben. Leute haben Krebs weil sie Wollust haben. Leute haben Herzkrankheiten weil sie emotionelle Probleme haben. Die Liste ist endlos. All die Krankheiten an denen die Menschheit leidet haben ihre Wurzel in psychologischen Problemen. Aber wenn wir die Tapferkeit haben zu beginnen uns zu ändern, dann beginnen wir dieses Karma zu verändern, uns Selbst zu verändern, den Kurs unseres mechanischen Lebens zu verändern, und es bewusst zu machen.

Diese 97% ist was wir die Hölle nennen (den Klipoth), und größtenteils sind wir uns dem nicht bewusst. Es gibt viele Ebenen des Verstandes; er ist sehr tief. Das Ziel der Meditation, das Ziel des Pfades, ist das Unbewusstsein bewusst zu machen, das Unterbewusstsein bewusst zu machen, und das Infrabewusstsein zu Bewusstsein zu machen. Wir müssen uns all dieser Aspekte unserer Selbst vollständig bewusst werden, und so diese 3% zu 100% machen.

Die Person die erfolgreich 100% ihres Bewusstseins befreit ist ein Buddha, ein Jesus, ein Krishna, ein Mohammed, ein Heiliger Franziskus, all diese großen Lehrer die offensichtlich eine großartige Reinheit des Herzens haben. Es ist sehr klar daß sie enorme Reinheit hatten. Ihr Zorn war weg. Keine Wollust, kein Stolz. Nur Liebe. Reine Liebe ohne Anhaftung.

Es ist unbegreiflich für uns das ein Mensch solche Schönheit manifestieren kann. Aber jeder Mensch kann das. Allerdings kommt das nicht von selbst, es hat einen Preis, und dieser Preis ist dein eigenes Leben. Du musst alles in dir Selbst hingeben um von deinem Zorn befreit zu werden, von deinem Stolz, deinem Neid, deiner Furcht; es zu observieren, zu verstehen, und zu entfernen.

Das ist die Bedeutung von Alchemie: Blei in Gold zu verwandeln. Die wahre Wurzel dieser Lehre ist das psychologische Blei, die Unreinheiten des Verstandes und des Herzens, zu verwandeln, durch das Entfernen der Schwere, des Bleis. Blei ist ein sehr schweres Metall. Wenn man das schwere Metall entfernt, steigt die natürliche Reinheit empor. Das ist das Bewusstsein, das Gold, das pure Gold.

Der Weg eine solch profunde Sache zu bewerkstelligen ist sehr exakt und sehr beanspruchend, und leider werdet ihr nicht in der Lage sein die ganze Sache in einem kurzen Kurs wie diesem zu verstehen. Die echte Lehre, die echte Praxis, benötigt ein ganzes Leben um sie zu meistern. Sie ist enorm. Sie beinhaltet alles. Nichts entkommt der echten Wissenschaft des Erweckens des Bewusstseins. Alles im Leben kann verstanden werden wenn ihr diese Wissenschaft versteht.

Verständnis entsteht als wir die Kontrolle über unsere Aufmerksamkeit übernehmen. Jetzt gerade wandert unsere Aufmerksamkeit umher, getrieben von Begierden, Ängsten, Sorgen, Verlangen, Neugierden, Hass. Wir werden von versteckten Absichten getrieben, untergetauchten Begierden, und unbewusstem Groll, Ressentiment.

Konzentration zu etablieren ist unsere Aufmerksamkeit durch Willenskraft zu kontrollieren, und so unsere Handlungen zu kontrollieren, bewusst und willentlich unser Verhalten in allen drei Gehirnen zu kontrollieren.

Konzentration ist die bewusste Kontrolle und Fokussierung von Willenskraft.

Aber wer von uns kann bewusst seine Gedanken kontrollieren?

Wer kann bewusst Gefühle kontrollieren?

Könnt ihr entscheiden wie ihr euch fühlt wenn euch jemand beschimpft, lächerlich macht, hasst? Könnt ihr euch in dem Moment entscheiden euch friedvoll und gleichmütig zu fühlen? Wahrscheinlich nicht – wie die meisten von uns, reagiert ihr wahrscheinlich mit Schmerz, mit Hass, mit irgendeiner Art des Leidens. Gleich ob ihr extern reagiert oder nicht – da ist eine Reaktion in eurem Verstand.

In der Gnosis verstehen wir, dass es Gefühle und Gedanken sind die alle physische Handlung steuern: also wenn wir unsere Gedanken und Gefühle nicht kontrollieren können, dann können wir die Kontrolle unserer Handlungen nicht garantieren.

Das zu verändern benötigt Willenskraft, Konzentration, Aufrichtigkeit, Tapferkeit, und Aufopferung.

Meditation selbst ist genau das gleiche wie das Wachstum einer Pflanze. Damit eine Pflanze wächst, braucht es bestimmte Ursachen und Konditionen. Mit Meditation ist es das gleiche. Solange wir die die richtigen Ursachen und Konditionen haben, wir das Resultat das wir wollen auf natürliche Weise entstehen, sehr einfach, genau wie das pflanzen eines Samens. Man entfernt das Unkraut, man stellt sicher das man Sonne, Luft und Licht hat, Sonnenlicht. Man pflanzt den Samen und stellt sicher das er von Eindringlingen wie Käfern oder Vögeln geschützt ist. Man fügt etwas Wasser hinzu und man wartet. Mit Meditation ist es genau das gleiche.

Also, zuerst müssen wir die Ursachen und Konditionen definieren, was es ist das wir brauchen, und was es ist das wir nicht brauchen. Es ist wirklich bedauerlich, dass so viele Meditierende und sogar Meditationslehrer jahrelang meditieren, und eine Zutat fehlt, meistens etwas sehr simples. Und das wird sie davon abhalten Mediation wirklich zu verstehen und weiterzukommen. Man kann dieser traurigen Wahrheit in an vielen Orten begegnet zu denen man geht um zu studieren. Die verschiedenen Instruktoren und Schulen haben vielleicht viel, aber wenn eine Sache fehlt, eine kleine Sache, ist es genug um die Pflanzen vom Wachsen abzuhalten. Eine Sache. Man kann einen Samen pflanzen, aber wenn er keine Sonne bekommt, wird er nicht wachsen. Oder man kann einen Samen pflanzen, aber wenn dort viel Unkraut ist, wird der Same umkommen. Er wird nicht überleben. Es ist das gleiche mit Meditation.

Also, Selbst-Observation, Ethik, das sind die Ursachen und Konditionen die nötig sind um zu wissen wie man meditiert. Sie sind unumgänglich und unvermeidbar. Sie müssen angewandt werden.

Zu lernen 24 Stunden am Tag bewusst (engl. mindful) zu sein ist nicht einfach, und man kann es nicht halbwegs tun. Alles was ihr habt muss darauf fokussiert sein. Es muss zu euerer Obsession, eurer Besessenheit werden, die Hauptsache über die ihr euch sorgt, auf die ihr euch fokussiert: „Wie schenke ich Aufmerksamkeit? Auf welche Weise bin ich nicht aufmerksam? Wo verliere ich meine Aufmerksamkeit? Wo beginne ich wieder zu denken, zu träumen, zu fantasieren, mich zu sorgen? Was verursacht mich das zu tun? Wie ändere ich das?“

Das hört sich vielleicht irgendwie langweilig an; aber ohne diese Kondition kann kein Erwachen stattfinden.

Was bedeutet es zu erwachen? Es bedeutet zu sehen was man vorher nicht sah. Kann so etwas automatisch passieren? Absolut nicht! Nichts geschieht ohne Ursachen und Konditionen, also können wir verstehen warum so wenige Leute positiv erwacht sind: Weil sie nicht die Ursachen in sich selbst produziert haben. Allerdings gibt es viele, viele Leute die negativ erwachen, weil sie komplett von ihrem eigenen Ego absorbiert wurden.

Das Universum existiert aufgrund der Ursachen und Konditionen die zusammenkamen um es zu erschaffen.

Ebenso existiert unser physischer Körper aufgrund von Ursachen und Konditionen.

Also müssen wir auf die gleiche Weise erwachen; es ist keine Frage des Glaubens: es ist ein Resultat des Arbeitens um die richtige Kombination von Faktoren zu etablieren.

Das erwachte Bewusstsein ist ein erfahrener Zustand der Wahrnehmung, der nicht zufällig oder nur indem man es sich wünscht entsteht.

Wie viele Leute hatten bereits einen luziden Traum? Oder astrale Erfahrungen, wo man weiß daß es eine Welt jenseits der physischen Welt gibt? Ihr habt sie gesehen, ihr wart dort, ihr wart erwacht und darin. Wenn ihr dort seid und erwacht seid, dann wisst ihr das ihr träumt, und seid nicht in euerem physischen Körper. Ihr seid erwacht. Aber dann beginnt ihr über etwas nachzudenken, und das holt euch sofort aus der Erfahrung. Irgendeine Fantasie kommt im Verstand auf, und ihr beginnt diese Fantasie zu leben, und also verliert ihr die erwachte Erfahrung.

Um in den höheren Ebenen zu erwachen, muss man zuerst hier erwachen. Jeden Tag. So langweilig euer Tag vielleicht sein mag, so mondän und sich wiederholend, ihr müsst aufmerksam sein. Entwickelt Aufmerksamkeit. Von dem ausgehend wird die Pflanze auf natürliche Weise wachsen.

„Holt alles aus jedem Moment, denn jeder Moment ist ein Kind der Gnosis, jeder Moment ist absolut, lebendig, und bedeutsam.“ -Samael Aun Weor

Die Tibetischen Meister sagen:

„Zuerst, kümmere dich darum die richtigen Ursachen und Konditionen zu vereinen. Dann, widme dich der Praxis ohne Aufgebrachtheit und ohne Nervosität, ohne Besorgnis. Dann, mit ruhendem Verstand, fahre fort bis zum Ende.“

Das ist alles was es benötigt. Es ist simpel. Aber es ist bemerkenswert wie wenige Menschen die Tapferkeit und die Standhaftigkeit haben es zu tun.

Sobald man beginnt die richtigen Elemente zusammenzubringen, beginnt man unvermeidlich Hindernissen zu begegnen. Vom ersten Schritt an müssen wir lernen was wir nicht sehen, obwohl die Hindernisse direkt vor unseren Augen liegen. Wir können das Hindernis normalerweise nicht sehen, weil wir Selbst das Hindernis sind, und man kann sich nicht selbst sehen, außer man hat einen Spiegel.

Eine der hauptsächlichen Lehrmethoden die im Dzogchen, einer tibetischen Schule, verwendet wird, ist ein Spiegel. Ihr könnt Dzogchen-Meister beobachten die einen Spiegel um den Hals tragen, und ihn herumtragen.

Manchmal sagen sie Schülern den Spiegel hochzuhalten. Der Punkt ist nicht lustig zu sein, obwohl es das manchmal ist. Der Punkt ist daß der Spiegel die Basis der Schule ist, und der Spiegel ist Selbstbeobachtung. Es ist wie wir uns Selbst observieren. Ohne dem kann es kein erwachen geben. Es kann nur Ideen geben, und es kann nur Leid geben. Es ist essenziell dass wir verstehen uns Selbst zu beobachten.

Also, bis jetzt haben wir über zwei Aspekte der Meditation gesprochene: Haltung und Konzentration. Das sind zwei Konditionen, zwei Ursachen die Resultate produzieren werden, wenn wir in richtiger Weise mit ihnen arbeiten. Die Haltung ist sehr einfach. Es ist nicht so wichtig welche Haltung man wählt. Das einzig wichtige ist, dass man sich zu 100% entspannen kann und aufmerksam bleiben kann.

Wenn ihr euch selbst jetzt observiert, dann findet ihr wahrscheinlich Anspannung über den ganzen Körper verteilt. Die meisten Muskeln des Körpers sind die meiste Zeit angespannt. Anspannung wird durch die Aktivität des Verstandes produziert. Wir sind angespannt aufgrund des Denkens, aufgrund von Sorge, aufgrund von Nervosität, aufgrund von Furcht, oder Stolz, aufgrund von Elementen im Verstand die angespannt sind, und die Anspannung in Gedanken produzieren. Der Verstand und der Körper sind auf einzigartige Weise verbunden. Sie sind nicht getrennt. Sie stehen auf sehr tiefgehende Weise in Beziehung zueinander. Also bedeutet eine wirklich gute Haltung für Mediation zu entwickeln in Wirklichkeit zu lernen sich immer zu entspannen.

Das ist ein sehr gutes Geheimnis für Selbstbeobachtung. Entspannt euch. Immer wenn ihr bemerkt dass irgendwo Anspannung ist, dann ist das weil ihr irgendeiner Sache nicht aufmerksam ward. Wenn ihr plötzlich bemerkt dass ihr angespannt seid, ist das weil etwas in eurem Verstand sich ohne eure Aufmerksamkeit prozessiert hat, ohne eure Bewusstheit, unterbewusst, unbewusst, infrabewusst. Etwas produziert Aufgewühltheit. Das ist euere Anspannung. Anspannung blockiert Meditation. Es ist ironisch, wirklich. Um zu meditieren ist alles was man tun muss sich zu entspannen. Das ist alles. Wenn man sich gut entspannen kann und Bewusstheit bewahren kann, dann kann man gut meditieren. Das Problem ist, dass die meisten von uns nicht wissen wie man Aufmerksamkeit schenkt, und die meisten von uns wissen nicht wie man sich entspannt.

Also hier ist wie wir es tun: Observiert eurer Leben durch Selbstbeobachtung, findet heraus wie ihr Anspannung in euch Selbst erzeugt. Wie erzeugt ihr sie? Aufgrund eurer Furcht, aufgrund eures Stolzes, aufgrund des Schämens, aufgrund von Zorn, aufgrund von Neid.

Neid ist ein riesiges Element um Anspannung zu produzieren. Wir vergleichen uns Selbst mit unseren Freunden, und Nachbarn, und Familienmitgliedern. „Oh, uns geht es nicht so gut wie ihnen. Ich habe nicht dieses Auto. Ich habe nicht so viel Geld. Ich sehe nicht so gut aus.“ All das produziert enorme Anspannung.

Was ist Anspannung? Es ist eine Vibration. Diese Vibration ist Energie. Das bedeutet dass Anspannung Energie verschwendet. Und wenn wir den ganzen Tag lang angespannt sind, dann verschwenden wir den ganzen Tag lang Energie, enorme Quantitäten davon.

Also beginnen wir mit dem Intellekt: Denken.

Wir haben das Herz: Fühlen.

Wir haben die Handlungen unseres motorisch-instinktiven Gehirns.

Sie alle verschwenden Energie. Zum Beispiel; Wir sehen einen Freund der besser aussieht als wir, und dann fühlen wir Neid. Also denken wir darüber nach, „Ich bin wertlos,“ was Anspannung produziert, Widerstand, Leid. Wir verschwenden unsere Energie überall.

Selbst-Observation ist einfach zu lernen das in uns Selbst zu sehen, lernen aufmerksam zu sein, es zu bemerken.

Dann müssen wir es verändern, und uns sagen: „Es macht mir nichts aus ob er besser aussieht als ich, wir werden beide im Grab enden. Die Begierden des Verstandes sind wirklich irrelevant! Sie sind wirklich bedeutungslos! Sie sind Konzepte. Wen kümmert das! Wenn ich blind wäre, würde es mich nicht kümmern.“

Das gleiche ist wahr wenn wir eine Ehefrau oder einen Ehemann haben, oder eine Freundin oder einen Freund. Wir haben unseren Partner, und dann sehen wir jemand anderen der attraktiver ist, und das stimuliert unsere Wollust, und wir geraten in Konflikte. „Was mache ich! Ich bin verheiratet! Aber diese Person mag mich!“ Wenn ihr blind wärt, würde es euch nicht kümmern. Es ist eine Illusion. Was wir wirklich wollen ist Liebe, welche emotionell ist. Sie ist nicht von etwas visuellem abhängig. Sie will nur emotionale Sicherheit. Es kümmert sie nicht wie diese Person aussieht. Jeder kann Liebe geben oder erhalten, wahre Liebe. Wollust ist eine Täuschung, genauso wie Neid, wie Stolz, wie Furcht. All diese Elemente halten das Bewusstsein gefangen. Dem müssen wir aufmerksam werden, und es verändern.

Also der erste Schritt: Entspannt euch, realisiert dass es nichts gibt aufgrund dessen man angespannt sein müsste.

Der zweite Schritt ist Konzentration. Was ist Konzentration wirklich? Wenn wir uns hinsetzen um zu meditieren, fokussieren wir unsere Aufmerksamkeit. So wie wir jetzt sind sitzen wir uns hin um zu meditieren und haben große Schwierigkeiten unsere Aufmerksamkeit auf das Mantra fokussiert zu halten, oder die Kerze, oder den Atem, was auch immer das Objekt ist. Wir kämpfen und werden frustriert, und wir können es gerademal für zwei Sekunden halten, und dann trägt uns der Verstand davon… Wir kämpfen um zu lernen uns zu konzentrieren. Aber die Wahrheit ist, wir können uns bereits konzentrieren, nur nicht auf die richtige Art.

„Der starke Wille ist wirklich der einseitig ausgerichtete Wille, wie wir all zu klar in dem Trinker sehen der zu willensschwach ist um bei irgendeiner Arbeit zu bleiben, aber eine unglaubliche Hartnäckigkeit zeigt wenn es darum geht Alkohol zu erlangen. Das Geheimnis eines starken Willens ist also sich auf ein einziges Objekt zu konzentrieren; das kann nur erreicht werden indem man alle konkurrierenden Objekte, welche die Aufmerksamkeit des Willens dividieren und so seine Energien vergeuden, eliminiert. Das ist der Grund warum Aufopferung, Opferdarbringung der erste Schritt in den Mysterien ist, denn nur indem man gnadenlos alle irrelevanten Interessen opfert, wird der einseitig ausgerichtete und potente Wille erlangt.“ -Dion Fortune, The Training and Work of an Initiate, Ch. 13

Wenn ihr etwas wirklich wollt, dann lasst ihr nicht davon ab bis ihr es erlangt. Ist es nicht so? In den meisten Fällen? Wenn es um eine Sucht oder eine Obsession, eine Besessenheit geht, können wir extrem fokussiert werden. Wir alle haben die Kapazität.

Wir haben vielleicht nicht den Willen zu tun was richtig ist, aber wir haben enormen Willen zu tun was falsch ist.

Unsere Willenskraft ist von unserem Ego absorbiert, was bedeutet 97% unserer eigenen Willenskraft ist auf die Erfüllung von Begierde fokussiert, was wiederum Leid erzeugt. Kein Wunder das die Menschheit so sehr leidet!

Wir haben eine enorme Kapazität Begierde nachzujagen. Wenn wir auf wütend auf jemanden sind, können wir so auf diese Wut fokussiert und aufmerksam bleiben, dass sie tagelang bei uns bleibt, und wir sie nie vergessen, nicht für einen Moment, weil sie uns so unentwegt von innen heraus sticht. Kennt jeder dieser Qualität? Warum also können wir uns dann nicht Selbst-Erinnern? Warum können wir uns nicht unserer Selbst bewusst sein? Warum ist es so schwierig sich von Zorn zu trennen? Weil das Bewusstsein vom Ego absorbiert ist, und wir denken dass wir das Ego sind.

Die Arbeit zu lernen zu meditieren benötigt enorme Willenskraft um diesen Prozentsatz zu verändern. Wir können also wirklich sagen das Konzentration durch Willenskraft definiert ist.

Wir alle haben Willenskraft. Aber wir haben den Willen falsches zu tun. Wir haben den Willen Begierde zu füttern. Wir haben den Willen unseren Stolz zu füttern, unsere Wollust zu füttern, unsere Ängste zu füttern. Wir haben sehr wenig Willen uns zu verändern. Das ist der Grund warum sehr wenige Leute zu Engeln werden. Das ist der Grund warum sehr wenige Leute Heilige werden. Sie können ihrem eigenen schlechten Willen nicht entsagen. Sie wollen es nicht. Die meisten Leute finden es so angenehm zu leiden, dass sie nicht Willens sind dem zu entsagen, das zu verändern. Das ist der Grund warum die Menschheit sich in solcher Dunkelheit befindet, ganz einfach aufgrund von Begierde. Wenn wir das verändern können, können wir alles verändern.

Darum müssen unsere Anstrengungen übermenschlich sein, weil alles mit dem wir arbeiten können diese drei Prozent freies Bewusstsein sind. Es muss sehr stark werden, sehr diszipliniert.

Nun müssen wir verstehen wie man Entspannung und Konzentration anwendet. Am Anfang lernen wir vorbereitende Konzentrationsübungen. Diese sind nicht Meditation. Wir lernen uns auf eine Kerze zu konzentrieren, auf unser Herz zu konzentrieren, auf unseren Atem, oder darauf ein Objekt anzusehen, auf ein Bild oder eine Statue zu starren, über ein Mantra zu meditieren. Oder graduell arbeiten vielleicht damit Visualisierungen als Konzentrationspraxis zu machen. Diese kommen in Schritten, relativ dazu wie konzentriert wir werden. All diese Dinge sind vorbereitend, keine davon sind Meditation; es sind nur Konzentrationsübungen. Also die Essenz dessen woran wir am Anfang arbeiten ist nur das: Zu lernen uns zu konzentrieren.

Um in wahre Meditation einzutreten muss man bereits einen zu einem bestimmten Grad stabilen Geist haben, denn ohne dem wird man nirgendwo hinkommen wenn man andere Praktiken verwendet. Es ist als würde man inmitten eines Tornados hinausgehen. Man braucht Bleischuhe, ansonsten wird er einen davontragen. Es ist das gleiche mit dem Verstand. Wie in dem Beispiel des Schiffes auf dem Ozean, man benötigt ein starkes Fundament, etwas an dem man sich festhalten kann, ansonsten werden einen die Wellen ertränken. Also fokussieren wir uns am Anfang auf unser Objekt.

Beginnt damit euch auf ein externes Objekt zu konzentrieren. In diesem Kurs schlagen wir vor eine Kerzenflamme zu verwenden, weil es eine lebendige Entität ist die sich andauernd verändert. Tatsächlich kann man sich auf ein Stück Holz konzentrieren, einen Stein, eine Kerze, eine Statue, es ist nicht wichtig. Später, wenn der Verstand sich beruhigt hat, beginnt man dann dieses Objekt zu visualisieren. Dann, mit noch mehr Stabilität, konzentriert man sich vielleicht auf etwas ohne Form. Das ist eine einfache Zusammenfassung der Stufen der Entwicklung von Konzentration.

Also am Anfang, meditiert über Objekte die außerhalb von euch sind. Wenn ihr einmal eine gewisse Fähigkeit entwickelt habt euch zu konzentrieren, nehmt dieses Objekt nach innen indem ihr es visualisiert. Wenn ihr das habt geht ihr weiter zu etwas ohne Form, wie ein Mantra, oder ein Name Gottes. Dann könnt ihr weitergehen zu Geräuschen, Tönen, oder Musik, oder längere Formen, Dinge die etwas abstrakter sind, bis der Meditierende an einem bestimmten Punkt die Kapazität entwickelt hat über Dinge zu meditieren die keine Form haben, sowie das Absolute, oder der Verstand selbst. Das benötigt natürlich Kunstfertigkeit. Diese Übungen sind also aufsteigend in den Niveaus der Kunstfertigkeit, in der benötigten Konzentration.

Nun, in diesem Kurs werden wir nur die vorbereitende Natur dieser Art der Konzentration studieren: Wie man über etwas meditiert um Stabilität des Geistes zu entwickeln. Wir werden über die anderen Formen nicht ins Detail gehen, und zwar deshalb, weil sie nicht nötig sind. Wir haben nicht viel Zeit, darum müssen wir sehr effizient arbeiten. Wir müssen uns auf die praktischsten, eindringlichsten Techniken fokussieren.

Tatsächlich sind die große Vielfalt an Techniken die ihr finden könnt die vorbereitenden Stufen, der Kindergarten der Meditation, die die Schüler vorbereiten, sodass sie schließlich auf sehr tiefgehende Weise psychologisch an sich arbeiten können. Aber in den meisten Fällen gehören all diese Traditionen aus aller Welt der vergangenen Zeit an: Sie sind geeignet für die Menschheiten früheren Zeiten. Diese Techniken jetzt zu verwenden ist zu langsam und zu arbeitsaufwendig, und bietet zu wenig Belohnung. Das ist der Grund warum so viele Leute Meditation ein bisschen ausprobieren und dann aufgeben. Sie erlagen nicht die Frucht, weil sie nicht Techniken verwenden die für die gegenwärtigen Bedürfnisse der Menschheit geeignet sind.

Dies sind Fähigkeiten, Techniken der Meditation, die euch erlauben werden sehr rapide in dieser psychologischen Arbeit an euch selbst voranzuschreiten. In diesem Kurs werden wir euch rapide dort hinbringen. Dann kommt es wirklich auf euch an eure eigene Geschwindigkeit, euer eigenes Tempo zu messen. In diesem Kurs werden wir die Techniken präsentieren, wie sie funktionieren, wie man sie verwendet, wie man sie anwendet. Es liegt an euch sie zu verwenden. Wie der Buddha sagte: Niemand kann euch Selbst-Verwirklichen; ihr müsst es selbst tun. Ihr müsst alleine voranschreiten und eure eigene Geschwindigkeit festlegen. Ihr könnt schnell gehen, ihr könnt langsam gehen, es liegt an euch. Hört einfach nicht auf. Fahrt fort Schritte zu machen. Fahrt fort die Prinzipien anzuwenden.

Schläfrigkeit

Ein Teil davon entspannt zu sein ist schläfrig zu sein. Ich kenne jemanden der vier Espressos trinken kann und sich hinsetzten kann und perfekt meditieren kann. Ich kann das nicht. Wenn ich gestern einen Kaffe getrunken habe, werde ich heute nicht entspannt sein. Ihr müsst also sicher stellen, dass was ihr vor eurer Meditation tut, eure Praxis wirklich unterstützt. Es ist für die meisten Leute eine schlechte Idee ein Steak und Kartoffelpüree und Kuchen zu essen und dann zu versuchen zu meditieren, weil sie einschlafen werden. Lernt Besonnenheit, Voraussicht zu kultivieren, verwaltet eure Energie in angemessener Weise.

Die beste Zeit um zu meditieren ist wenn ihr euch ein wenig schläfrig fühlt, zum Beispiel wenn ihr euch danach fühlt ein Nickerchen zu machen, oder euch einfach hinzusetzen – ein perfekter Moment um zu meditieren, weil der Körper sich von alleine entspannt, und ihr zieht einfach einen Vorteil daraus. Manche von uns bekommen dieses Gefühl um etwa 4 oder 5 am Nachmittag, und manche von uns um 9 am Abend. Wartet nicht bis Mitternacht, denn dann werdet ihr wahrscheinlich zu müde sein. Die beste Tageszeit um zu meditieren ist um etwa 4 oder 5 am Morgen, um den Sonnenaufgang herum, weil die Energien in der Atmosphäre zu dieser Zeit sehr positiv für Meditation sind. Die meisten von uns stehen um diese Zeit auf und schlafen gleich wieder ein. Also erneut, es ist eine Frage von Besonnenheit, Voraussicht, zu lernen eure Energie zu verwalten um diszipliniert zu sein. Ihr braucht Schläfrigkeit und Entspannung, aber ihr wollt nicht einfach einschlafen.

Am Anfang müsst ihr einen Fokus auf Aufmerksamkeit entwickeln, Willenskraft, die Fähigkeit fokussiert zu bleiben, trotz jeglicher Ablenkung, und Schlaf ist eine enorme Ablenkung. Wir alle haben eine Schwelle hinter die wir unser Bewusstsein nicht tragen können. Die meisten von uns verlieren es sobald wir ins Bett gehen. Sobald wir ins Bett gehen sind wir weg, 8-10 Stunden später wachen wir auf. Überhaupt keine Erinnerung dessen was passierte. Das muss sich verändern. Und sobald ihr die Meditation entwickelt wird sich das verändern. Ihr werdet beginnen euch an mehr zu erinnern, und ihr werden beginnen bewusst zu werden wenn euer physischer Körper schläft.

Psychologische Einstellung

Wenn ihr einmal eine entspannte Haltung habt, ist es sehr hilfreich eine sehr starke Entschlossenheit zu erzeugen dass das die beste Meditation sein wird die ihr je gemacht habt. Und ich sage euch das weil es sehr einfach ist für uns faul zu werden, uns hinzusetzten und zu denken beginnen „Oh, schon wieder. So frustrierend, ich bin dessen so müde, warum versuche ich es überhaupt. Mein Verstand ist wie ein Esel.“ Mit dieser Einstellung habt ihr bereits eure Meditation ruiniert. Ihr könntet es ebenso lassen, weil ihr euch soeben diese Überzeugung erstellt habt.

Wir alle wissen sehr gut, dass wenn man etwas mit einer positiven Einstellung angeht, es mit 90% Wahrscheinlichkeit eine gute Erfahrung sein wird. Richtig? Allerdings ist das umgekehrte auch wahr: Wenn wir etwas negativ angehen, ist es wahrscheinlicher dass die Erfahrung negativ sein wird. Wir haben die Gewohnheit Dinge negativ anzugehen. Wir müssen das ändern. Manche Leute sagen, wenn ihr euch hinsetzt um zu meditieren – lächelt! Ich denke es ist ein bisschen albern. Aber manchen Leuten hilft das. Wendet es an, und wenn es euch hilft – macht es.

Wenn ihr beginnt, nehmt einen Moment um euch zu motivieren, realisiert dass ihr etwas tut um euch selbst etwas gutes zu tun und der Menschheit etwas gutes zu tun. Ihr solltet dass mit Freude und mit viel Ermutigung angehen. Kultiviert einen Sinn von Dringlichkeit, von Wichtigkeit und Ernsthaftigkeit.

Mit einer guten Einstellung adaptiert wird es viel einfacher sich zu entspannen.

Entspannung

„Denken, Fühlen, und Willenskraft müssen total von dem physischen Körper befreit sein.“ -Samael Aun Weor, Die Aquarianische Botschaft

Wir müssen alle drei Gehirne entspannen.

Um den Körper zu entspannen, verwendet eure Aufmerksamkeit. Beginnt an der Spitze eures Kopfes, und werdet euch langsam und auf methodische Weise jedem Muskel, jedes Gelenks, und jeder Sehne bewusst; bewegt eure Aufmerksamkeit über euren Körper als ob ihr nach etwas sehr kleinem und subtilem sucht, und der einzige Weg wie ihr es findet könnt ist indem ihr euch entspannt. Jeder Bereich den ihr examiniert muss sich entspannen. Ihr findet vielleicht überall Anspannung, sogar an Orten an denen ihr nie erwarten würdet sie zu finden. Lasst sie gehen.

Es kann hilfreich sein zu visualisieren wie die Anspannung aus euch verdampft wie schwarzer Rauch.

Entspannt alle Muskeln, sodass sie weich werden wie ein Baby.

Als nächstes, entspannt euer emotionelles Zentrum. Werdet euch euerer Stimmung bewusst. Bemerkt jegliche Nervosität, Furcht, Aufgeregtheit, Entmutigung, Ressentiment, Zorn, Einsamkeit, Irritiertheit, Selbstverachtung, Selbstliebe, etc. Werdet euch dessen bewusst, und lasst es sich auflösen, ebenso wie ihr die Anspannung in euren Muskeln gehen lassen habt.

Als letztes, werdet euch der Anspannung in eurem Intellekt bewusst. Der chaotische Strom von Gedanken ist tatsächlich ein Resultat von Anspannung. Werdet euch der Vielfalt der Gedanken bewusst die auftauchen, und trennt euch von ihnen. Ihr seid der Beobachter, nicht die Gedanken. Der Meditierende muss eine permanente Trennung zwischen dem Beobachter (dem Bewusstsein, der Aufmerksamkeit) und dem Beobachteten (jegliche Phänomene: Gedanken, Gefühle, Sensationen) etablieren.

Zusammengefasst ist wahre Entspannung in allen drei Gehirnen. Wir müssen die Anspannung in allen drei Gehirnen loslassen, und uns von all den Sensationen die in ihnen auftauchen trennen. Nur dann können wir als ein Bewusstsein, als eine Essenz, echte Meditation betreten.

Wenn wir einmal angemessen entspannt sind, können wir beginnen uns auf unser Objekt zu konzentrieren. Aber unvermeidlich müssen wir die vielen Hindernisse überwinden, die in uns auftauchen.

Hindernisse

Generell gesprochen wird jede Art von Hindernissen denen wir begegnen in eine dieser Kategorien fallen. Es wird anfangs vielleicht nicht offensichtlich sein, aber mit etwas Praxis werden wir beginnen es zu sehen.

Faulheit

Das verbreitetste und mächtigste Hindernis für Meditation ist Faulheit. Faulheit ist ein Mangel an Energie, ein Mangel an Motivation, ein Mangel an Interesse; sie ist, an ihrer Wurzel, Ablenkung. Es gibt drei breite Klassifizierungen der Faulheit.

Faulheit: Als Aktivität

Die erste Art der Faulheit nennen wir „Aktivität“. Warum würdet ihr sagen dass Aktivität Faulheit ist? Wenn wir sitzen um zu meditieren sollten wir uns au unser Objekt konzentrieren. Aber was passiert? Der Verstand will nicht dass wir das tun. Der Verstand will dass wir die Rechnungen bezahlen, einen Kuchen backen, mit dem Hund spazieren gehen, einen Burger holen, mit dem Auto fahren gehen, er will das wir viele Dinge tun, uns über die Arbeit sorgen, uns über Geld sorgen, über die Kinder sorgen, über unseren Freund sorgen, über unsere Mutter sorgen. Er will dass wir denken. Er will das wir Dinge tun gehen. Er will dass wir uns über Dinge sorgen. Er will dass wir angespannt sind, Pläne machen. Das ist „Aktivität“; die Aktivität des subjektiven Verstandes. Es ist die Faulheit des Bewusstseins. In diesem Zustand arbeitet das Bewusstsein nicht aktiv; es ist passiv, absorbiert von falschen Hoffnungen, falschen Ideen, falschen Träumen, falschen Eindrücken. Die Aufmerksamkeit wird nicht bewusst fokussiert. Stattdessen wird unsere Aufmerksamkeit von einem tobenden Ozean von Gedanken, Ideen und Sensationen umhergeworfen. Der Verstand lenkt uns mit aller Art weltlicher Aktivität ab, und es ist ein riesiges Hindernis. Das ist das primäre Hindernis das Meditierende aufhält, weil Leute es nicht verstehen darüber hinaus zu gelangen. Deshalb ist es das erste auf der Liste. Es ist das, welches zu verstehen am wichtigsten ist. In Synthese könnte man sagen dass es Anhaftung an weltliche Aktivität ist.

Wenn ihr euch hinsetzt mit der Intention zu meditieren, aber alles was ihr tut ist in der weltlichen Aktivität eures Verstandes eingewickelt zu werden, verschwendet ihr eure Zeit. Ihr müsst eure Kapazität durch Willenskraft darüber hinauszugehen entwickeln, und niemand kann das tun außer ihr. Natürlich gibt es ein Gegenmittel für Faulheit, welches wir in Kürze besprechen werden.

Faulheit: Als Prokrastinaiton

Die zweite Art ist Prokrastination (Aufschiebung). Generell gesprochen kommt diese Art von Faulheit auf bevor wir meditieren. Es ist ein Gedanke der auftaucht und sagt, „Oh, ich kann später meditieren. Ich habe genug Zeit. Lass mich zuerst das Haus saugen, und wischen, und den Kühlschrank putzen, und das alte Essen wegwerfen das darin ist. Und ich muss etwas mit diesen alten Papieren machen. Und ich muss meine Mutter anrufen. Und ich muss die alte Post anschauen.“ Endlos. Endlos! Und ich werde euch etwas sagen das ich entdeckt habe. Ihr könnt eine Liste von all diesen Dingen machen und versuchen sie alle zu erledigen, und ihr werdet herausfinden dass die Liste wächst. Weil ihr während ihr alles macht was ihr tun müsst neue Dinge findet die zu tun sind. Das scheint ein Naturgesetz zu sein. Die Liste kann niemals sterben indem wir es machen. Sie kann nur sterben indem wir sie verbrennen! Wir müssen also die Disziplin entwickeln diese Gewohnheit zu ändern.

Wer schiebt Dinge auf, und warum? Befragt euren eigenen Verstand. Was ist es, das ihr durch das Aufschieben vermeiden wollt? Warum Meditation vermeiden? Wer will das vermeiden? Es ist sehr interessant. Es ist nicht euer Partner, es ist nicht eure Katze. Es ist euer eigener Verstand, und warum würde euer Verstand Meditation vermeiden wollen? Weil echte Meditation dem subjektiven Verstand Energie wegnimmt. Der Verstand ist bedroht. Ihr versucht die negativen Elemente in dem Verstand zu töten, und diese Elemente wollen nicht sterben. Also herrscht enormer Widerstand.

Faulheit: als Mutlosigkeit

Die dritte Art ist Mutlosigkeit oder Selbst-Abwertung. „Oh, warum es überhaupt versuchen? Ich kann nicht meditieren. Warum sollte ich? Was ist der Sinn? Mein Verstand ist ein bockiges Wildpferd. Er hört nicht zu. Er ist nie still. Ich habe noch nie Samadhi erfahren, warum sollte ich es jetzt überhaupt versuchen?“

Erneut eine Lieblingstechnik des Verstandes um uns davon abzuhalten es zu versuchen. Es ist nur eine der vielen Lügen die der Verstand verwendet um uns davon abzuhalten die Arbeit zu machen. Er verwendet diese Lüge weil er bedroht ist; der Verstand weiß sehr genau dass wir die Kapazität haben zu meditieren. Aber er weiß auch sehr genau dass wir Zweifel haben. Also verwendet er das um uns davon abzuhalten zu arbeiten.

Die Gegenmittel

Die Natur all dieser Formen der Faulheit ist an etwas im Verstand angehaftet zu sein, irgendeine Art von Begierde, irgendeine Art von Anhaftung. Generell gesprochen ist es eine Anhaftung an eine Art des Leidens. Wir sind vielleicht an ein schlechtes Gefühl über uns Selbst angehaftet; viele von uns haben das. Oder wir sind daran angehaftet uns sehr gut über uns Selbst zu fühlen, und wenn wir meditieren, sehen wir vielleicht dass wir auf fundamentale Weise irren. Also meiden wir Meditation. Oder wir sind daran angehaftet all diese Dinge im Leben zu erlangen von denen wir wirklich fühlen dass wir sie verdienen, und wir haben einfach nicht die Zeit zu meditieren. „Ich verdiene es ein größeres Haus zu haben, ich verdiene es berühmt zu sein, ich verdiene es dieses Geld zu haben, warum sollte ich meditieren? Ich muss mich nicht ändern. Ich verbringe meine Zeit lieber damit Pläne zu machen.“ Es ist alles eine Illusion; wir glauben einfach nur daß es echt ist. Faulheit manifestiert sich auf Millionen von Arten, aber die Gegenmittel bleiben die gleichen.

Geschmeidigkeit, Anpassungsfähigkeit

(Anm.: engl. pliancy; Biegsamkeit, Geschmeidigkeit, Formbarkeit, Anpassungsfähigkeit; schlecht übersetzbares Wort)

Das erste Gegenmittel nennt sich Geschmeidigkeit. Und dieser Begriff sagt wirklich einfach eines aus: Erfahrung. Geschmeidigkeit (pliancy) ist in Wirklichkeit nur ein Begriff der Flexibilität, Wandlungsfähigkeit bedeutet, und die wirkliche Bedeutung ist „die Erfahrung des Bewusstseins“. In Wirklichkeit ist Geschmeidigkeit (plaincy) einfach die Erfahrung von dem Verstand befreit zu sein. Es ist die Erfahrung wahrer Glücklichkeit, wahrer Freude, Wonne. Manche Leute nennen es Samadhi, manche Leute nennen es Satori, manche Leute nennen es Ekstase. Die alten eleusianischen Mysterien nannten es „Manteia“. Es bedeute einfach „Extase, Wonne, Freude“. Es ist die natürliche Freude des Bewusstseins. Jeder hat es bereits erfahren. Aber es wird schwieriger je älter wir werden. Als wir Kinder waren, als wir Babies waren, erfuhren wir es die ganze Zeit. Aber als wir die Persönlichkeit entwickelten, und als unser Verstand sich in uns einnistete, verloren wir diesen Geschmack der Freiheit des Bewusstseins.

Wenn wir einmal die Erfahrung des Bewusstseins kennen, dann wissen wir in was für einem schrecklichem Zustand sich unser Verstand befindet. Wenn wir einmal die Freiheit gekostet haben außerhalb des Verstandes zu sein, wissen wir wie sehr wir uns im Irrtum befanden, wie falsch wir lagen, wie verwirrt wir waren. Ein gutes Beispiel ist eine starke astrale oder luzide Erfahrung. Man kann so viel Freiheit, so viel Freude ohne dem Einfluss von Begierde erfahren.

Wir können diesen Geschmack in den Augen eines Kindes sehen. Das ist der Grund warum wir so zu ihnen hingezogen sind, weil sie pures Bewusstsein haben, und wir sehen es, und erinnern uns, auf einer sehr subtilen Ebene, wie es war bevor wir all diese Probleme hatten.

Wir kosten Geschmeidigkeit wenn wir beginnen Selbstbeobachtung, Selbst-Erinnerung und Meditation zu entwickeln. Dieser Geschmack ist ohne Zweifel das mächtigste Gegenmittel gegen Faulheit. Wenn ihr einmal die Freiheit des Bewusstseins erfahren habt, kann euch der Verstand nicht mit Faulheit, mit Prokrastination oder Zweifel austricksen. Er wird es versuchen, und er wird viele Werkzeuge verwenden, aber es immer schwieriger, weil das Bewusstsein es weiß. Wenn wir fühlen dass wir diesen Geschmack noch nicht erfahren haben, wie entwicklen wir ihn? Das ist das nächste Gegenmittel.

Enthusiasmus

Erkenne den Schaden den ein umherwandernder Verstand erzeugt. Kontempliere die Natur der Lehren. Erkenne, dass wir das Potenzial haben etwas besseres, höheres zu werden. Von dem aus entwickeln wir großartigen Enthusiasmus, Freude die Arbeit zu machen. Also offensichtlich, wenn wir Enthusiasmus haben zu meditieren, dann werden wir die Erfahrung von Meditation erlangen. Also werden wir Geschmeidigkeit (pliancy) haben, also bekämpfen wir Faulheit.

Wie generieren wir Enthusiasmus? Wir denken an die Vorteile von Konzentration, von starker Aufmerksamkeit, von Selbstbeobachtung. Wir erkennen, dass wenn wir es wirklich verstehen aufmerksam zu sein, es weniger wahrscheinlich ist dass wir Fehler machen werden. Es ist weniger wahrscheinlich dass wir uns selbst verletzen werden. Es ist weniger wahrscheinlich dass wir andere Leute verletzen werden.

Wir sollten sehr enthusiastisch über die Entwicklung dieser Fähigkeiten sein, weil wir das Leben in unserer kleinen Ecke der Welt ein bisschen besser machen können. Wir sollten daran denken und realisieren dass diese Lehre uns uns dazu bringen wird die Wahrheiten des Lebens zu sehen. Wie wissen bereits dass es mehr im Leben gibt als Autos, Geld und Sex, ansonsten würden wir dieses Wissen nicht studieren. Wir wissen bereits dass es mehr im Leben gibt als was wir wahrnehmen.

Es gab einen Theosophen namens Leadbeater der sagte:

„Es ist der Häufigste aller Fehler zu denken, dass die Grenze unserer Wahrnehmung auch die Grenze all dessen was es wahrzunehmen gibt ist.“

Wir alle leiden an dieser Illusion, und sie ist falsch. Die Bandbreite unserer Wahrnehmung ist außergewöhnlich eng, limitiert auf genau hier in der physischen Welt, weil wir uns in schlafendem Zustand befinden. Manchmal haben wir Glück und erfahren vielleicht etwas aus einer anderen Ebene. Diese Erfahrung zu haben gibt uns Enthusiasmus. Enthusiasmus bringt uns dazu zu Praktizieren, was uns die Erfahrung des Bewusstseins gibt, was wiederum Faulheit bekämpft. Um mehr Enthusiasmus zu entwickeln müssen wir wirklich nur Aspiration entwickeln, und das ist das nächste Gegenmittel.

Aspiration

Eine Aspiration ist einfach ein Sehnen etwas das uns am Herzen liegt zu erreichen. Es ist ein Sehnen im Herzen zu haben zu wissen was echte Liebe ist; nicht umstandsbedingte Liebe, nicht sinnliche Liebe, sonder bewusste Liebe, welche jenseits des Verstandes ist, jenseits des physischen Körpers, jenseits von Republikaner oder Demokrat, Amerikaner oder Chinese oder Inder. Es ist unkonditinonell, und es das natürliche Recht eines jeden Menschen, und wir können es erreichen, durch bewusste Arbeit und freiwilliges Leiden. Aber es kommt um einem Preis. Wir müssen uns Selbst entsagen. Diese Aspiration ist Aspiration vom Leiden befreit zu sein. Jemand der wirklich die Natur des Leids begreift, hat enorme Aspiration und Enthusiasmus, was ihn oder sie auf natürliche und schnelle Weise zu der Erfahrung des Bewusstseins, zu Samadhi bringt.

Wenn wir die Natur des Leidens wirklich kontemplieren, dann werden wir enormen Enthusiasmus generieren. Allerdings ignorieren wir das Leiden normalerweise und glauben, dass wir ihm entkommen können, und doch leiden wir jeden Tag. Weil wir von unserem eigenen inneren göttlichen Geist getrennt sind, sind wir von all den Realitäten Gottes getrennt, und das ist Leiden.

Wenn wir beginnen zu sehen, dass alles von dem wir einst glaubten das es wichtig war in Wirklichkeit bedeutungslos ist, sind wir nahe daran diese Qualität zu entwickeln. In diesem Moment sind wir an einer Kreuzung, an der wir entweder in Verzweiflung und Selbstzerstörung eintreten können, oder in enormen Enthusiasmus für Selbst-Veränderung.

Um echte Aspiration zu entwickeln gibt es nur eine Voraussetzung, und diese ist Vertrauen.

Vertrauen

(engl. faith)

Was ist Vertrauen? Es ist nicht Glaube. Glaube ist ein Konzept; Vertrauen ist Wissen. [Anm. d. Übersetzters: Unterschied zwischen faith und belief; schwer auf Deutsch zu übersetzen.] Wir haben Vertrauen wenn wir wissen dass etwas wahr ist, weil wir es erfahren haben. Wenn wir Vertrauen haben, dann wissen wir innerlich, selbst wenn der Verstand es nicht glaubt. Das Bewusstsein weiß, das Herz weiß. Wir brauchen Vertrauen um Aspiration zu entwickeln. Durch Vertrauen streben wir danach uns Selbst zu verwirklichen. Wir haben Vertrauen indem wir wissen dass es mehr im Leben gibt. Irgendwie haben wir alle dieses Vertrauen, weil wir alle heute hier sind. Auf irgendeine Art haben wir das, zu einem gewissen Grad. Wie alle hatten Erfahrungen die uns Vertrauen gaben dass diese Lehre etwas fundamental reales und wichtiges bietet.

Was gibt uns mehr Vertrauen? Erfahrung, welche Geschmeidigkeit (pliancy) ist, das erste Gegenmittel.

Also hier ist ein schöner kleiner Kreis für euch. Vertrauen zu haben ist Erfahrung zu haben. Aber um die Erfahrung des Bewusstseins zu haben müsst ihr den Enthusiasmus haben sie zu erlangen. Aber um den Enthusiasmus zu haben diese Erfahrung zu erlangen braucht ihr die Aspiration sie zu erlangen. Und um diese Aspiration zu haben benötigt ihr Vertrauen. Es füttert sich Selbst.

Diese Dinge wachsen als ihr arbeitet, als ihr eure Willenskraft verwendet, als ihr euch Selbst beobachtet, als ihr euch Selbst versteht. Ihr kultiviert Vertrauen, ihr kultiviert Aspiration, ihr kultiviert Enthusiasmus, und erreicht auf natürliche Weise diese Erfahrung. Man kann es nicht erzwingen. Die Pflanze wächst in Einklang mit den Gesetzen der Natur. Alles was ihr tun könnt ist die Ursachen und Konditionen bereitzustellen.

Dies sind die nötigen Ursachen und Konditionen: Bewusstsein, Willenskraft, Entspannung. Von diesen drei aus, welche wirklich eins sind, wendet ihr die Gegenmittel an, in Einklang dazu wie der Verstand sich einmischt und stört.

Kurz gesagt kommt es wirklich darauf an uns Selbst von Tag zu Tag von neuem zu inspirieren. Wenn eure Meditationspraxis frustrierend wird, macht einen Spaziergang. Verringert die Zeit eurer Praxis. Seid nicht so hart mit euch Selbst. Nehmt etwas frische Luft, wascht euer Gesicht, trinkt etwas Wasser. Eure Praxis sollte erfrischend sein, nicht eine Last. Und wenn sie eine Last ist, dann ist es weil ihr etwas falsch macht. Einfach. Haltet nach dem in euch Selbst Ausschau. Wenn euere Praxis eine Last ist, dann macht ihr etwas falsch. Es ist niemand zu verantwortlich außer ihr selbst. Die Lehren können nicht verantwortlich gemacht werden, weil sie Millionen von Leuten geholfen haben. Jeder Buddha der zu einem Buddha wurde, verwendete die gleichen Werkzeuge die wir hier lehren. Wenn sie für diese Buddhas funktionierten, und für diese Heiligen, werden sie sicherlich auch für uns funktionieren. Wir können also nicht das Wissen verantwortlich machen. Wir können nicht unseren Lehrer, oder unseren Partner, oder den Hund oder den Nachbarn verantwortlich machen, weil sie es nicht für uns tun können. Und wenn wir uns nur Selbst ad nauseam beschuldigen, ist das auch nur eine Form der Faulheit. Wenn wir die einzigen sind die es tun können, dann müssen wir herausfinden was uns davon abhält es zu tun. Wenn es ein Element in unserer Psyche ist, dann müssen wir daran arbeiten es zu entfernen. Wenn es etwas in dem Wissen ist das wir nicht verstehen, dann müssen wir versuchen das Wissen auf einer tieferen Ebene zu begreifen. Das sind die einzigen Lösungen die das Resultat das wir brauchen produzieren werden.

Wir müssen die Arbeit machen, die Inspiration kultivieren, praktizieren, geduldig sein, und der Same wird auf natürliche Weise sprießen und wachsen.

Fehler

Vergesslichkeit

Der zweite Fehler, und ein weiteres riesiges Hindernis für viele Leute nennt sich Vergesslichkeit. Wenn wir uns hinsetzen um zu meditieren, sagen wir, wir folgen all den Schritten, wir haben großartigen Enthusiasmus, wir setzen uns auf unseren Sessel, wir haben guten Weihrauch, die Fensterläden sind unten, die Kerzen sind angezündet, und wir sind bereit und beginnen zu meditieren… Und bevor wir es bemerken ist eine halbe Stunde vergangen und – „Hey! Ich hätte meditieren sollen! Ich war in Gedanken bei dem Hund und bei dieser lustigen Fernsehsendung.“ Ihr vergaßt was ihr tun hättet sollen. Vergesslichkeit ist wenn wir die Aufmerksamkeit auf unser Meditationsobkjekt verlieren.

Vergesslichkeit ist ausgezeichnet durch Perioden von Zeit in denen wir keine Aufmerksamkeit dessen haben dass wir eigentlich meditieren wollten, und stattdessen träumen wir, denken, erinnern, wundern uns…

Am Anfang verlieren wir dauernd unsere Bewusstheit. Es scheint als ob wir die Bewusstheit öfter verlieren als wir sie stabil halten können. Am Anfang scheint der Verstand schlimmer zu werden. Der Verstand scheint aktiver zu werden; da sind mehr Gedanken, mein Aufgewühltheit, mehr Schmerz. Aber es ist nicht so, dass da mehr Aktivität ist als vorher, es ist nur dass ihr zum ersten Mal euere eigene Realität betrachtet.

Euer Verstand wird euch glauben machen: „Diese Praxis verletzt mich, sie ist falsch, wir sollten diese Meditation nicht machen, weil sie mich durcheinander bringt.“ So ist es nicht. Ihr seid bereits so. Ihr habt es vorher nur nicht bemerkt. Seid geduldig. Beobachtet weiter.

Das Gegenmittel für Vergesslichkeit ist einfach. Es ist das Gegenteil von Vergesslichkeit. Es ist Gewahrsamkeit (engl. mindfulness).

Gewahrsamkeit ist ein exakter, wissenschaftlicher Begriff: es bedeutet dass wir eine Kontinuität der Aufmerksamkeit aufrechterhalten müssen. Wenn ihr dasitzt um euch auf eine Kerze zu konzentrieren, und ihr könnt eure Aufmerksamkeit für 30 Sekunden halten, und dann vergesst ihr es und 5 Minuten vergehen, und dann erinnert ihr euch was ihr eigentlich vorhattet: Genau da seht ihr wie ihr euer Leben lebt. Ihr lebt euer Leben in Selbstvergessenheit. Ihr seid in Selbstvergessenheit, nicht in Selbsterinnerung. Alles was ihr tun müsst ist Selbsterinnerung zu kultivieren; seid aufmerksamer während des Tages. Seid Aufmerksam.

Das ist der Grund warum Mönche und Nonnen Rosenkränze und Perlenketten verwenden. Auf Sanskrit wird es „Japa“ gennant. Es ist eine Technik um Gewahrsamkeit zu entwickeln, präsent zu sein. Ihr seht in den Bildern von Mönchen in Tibet und Yogis in Indien dass sie Perlenketten haben, welche sie andauernd zwischen ihren Fingern bewegen. Die Katholischen Mönche und Nonnen machen das auch. Die Katholiken und Tibeter sollen die gleiche Praxis machen: sich gewahr sein, präsent sein, aufmerksam sein, ohne Abenkung auf ein Objekt fokussiert bleiben. Sie entwickeln Kontinuität der Bewusstheit, oder in anderen Worten, Kontinuität der Selbstbeobachtung.

Also, es ist einfach: wenn ihr in eurer Meditation immer euer Meditationsobjekt vergesst, kultiviert Gewahrsamkeit in eurem täglichen Leben. Dann werdet ihr wenn ihr meditiert mehr Gewahrsamkeit haben und es nicht vergessen. Das Hindernis ist, dass der Verstand eine große, große Maschine ist, die euch ablenken will. Gewahrsamkeit muss den ganzen Tag lang kultiviert werden, in jeder Erfahrung, ohne Ausnahme.

Aufgeregtheit und Stumpfheit

Aufgeregtheit und Stumpfheit sind zwei Seiten der selben Münze. Wenn wir meditieren und sehen dass der Verstand vernebelt und dumpf ist, trüb ist, dann haben wir Stumpfheit; es herrscht keine Klarheit, wir können nichts in dem Verstand klar wahrnehmen, da ist ein Nebel oder ein Dunst in dem Verstand. Das wird durch Aufgeregtheit verursacht. Es ist die gleiche Sache wie wenn man einen See aufwirbelt; der ganze Schlamm steigt auf, und er wird dreckig, und es ist schwer auf den Grund zu sehen. Mit Aufgeregtheit ist es das gleiche. Es ist eine Form der Agitation. Und es gibt immer verschiedene Ebenen. Ihr habt vielleicht einen gewissen Grad an Konzentration oder Klarheit, aber nebenbei ist da etwas subtile Dumpfheit, als wäre da eine Grenze oder eine Barriere im Verstand. Es ist vielleicht wie ein Nebel den ihr nicht ganz penetrieren könnt.

Das Gegenmittel dafür ist unterschiedlich. Oft hilft ein schneller Spaziergang den Verstand klarer zu machen, oder euer Gesicht zu waschen, oder sich zu dehnen. Wenn ihr Stumpfheit im Verstand habt, wie diese bewölkte Dumpfheit, macht den Raum hell und belüftet. Dehnt euch für eine Minute. Bringt etwas frische Luft herein. Säubert ihn. Das wird euch oft helfen das gleich hier zu evakuieren.

Ihr könnt euch eine schöne Blume in eurem Herzen vorstellen, und die Qualität dieses Bildes kann helfen diese Trübheit zu entfernen. Wenn ihr diese Art von trüber Stumpfheit habt mit der es wirklich schwierig ist sich zu fokussieren und konzentriert zu bleiben, könnt ihr eine helle Sonne in eurem Verstand visualisieren, in eurem Kopf, und das kann auch helfen die Stumpfheit aufzulösen.

Es gibt viele Techniken die helfen. Für einen aufgeregten Verstand, wenn der Verstand aktiv, aktiv und aktiv ist, und sich einfach nicht beruhigen will, ist eine gute Technik eure Augen zu öffnen, still zu sitzen und alle Eindrücke mit profunder Aufmerksamkeit zu observieren. Observiert alles das in diesem Moment auf euch eindringt, die visuelle Information, die Geräusche, die Gefühle, Geschmack, Geruch, alles, sodass ihr zu eurer Wahrnehmungsfähigkeit werdet, und nicht länger denkt. Es braucht Willenskraft. Aber es hat die Kapazität einen aufgeregten Verstand rapide zu brechen.

All diese Techniken funktionieren, allerdings gibt es viel mächtigere Techniken Aufgeregtheit und Stumpfheit zu entfernen. Sie beinhalten Mantras, Visualisierungen, und Pranayamas. Wir werden all diese Praktiken in den späteren Kapiteln besprechen.

Aufgeregtheit: Ungeduld

Ein letzter Fehler den wir uns besonders notieren sollten ist Ungeduld. Ungeduld ist in Wirklichkeit irgendein Ego des Stolzes das gut sein will. Das Bewusstsein IST einfach; es muss nicht nicht beweisen oder sich irgendjemandem vorführen. Wenn wir uns aufgeregt fühlen weil wir wollen dass andere denken dass wir wissen wie man meditiert, dann müssen wir unseren Stolz unter Kontrolle bringen.

Die Gier nach Erfahrungen generiert enorme Ungeduld, weil derjenige der Gier nach Erfahrungen von Samadhi oder Astralreisen hat das Ego ist.

Wir sollten auch die Begierde nach einem ruhigen Verstand loslassen. Das ist ein großes Hindernis für viele Leute. Ironischerweise versuchen viele Leute meditieren zu lernen, aber wenn sie sehen wie aufgeregt ihr eigener Verstand ist, werden sie irritiert und gefüllt mit einer Begierde nach einem ruhigen Verstand; das erzeugt natürlich nur mehr Agitation, und natürlich verlässt eine solche Person ihre Praxis, weil diese Begierde niemals erfüllt wird.

Wenn wir ausdauernd und aufrichtig sind, und konstant unsere Methode der Praxis revidieren, durch Studium und Verständnis, wird er Verstand sich von selbst beruhigen.

„Die Stille des Ozeans des Verstandes ist kein Resultat, es ist ein natürlicher Zustand. Die geschwollenen Wellen der Gedanken sind lediglich ein Unfall, produziert von dem Monster des „Ichs“… -Samael Aun Weor

Wenn ihr wirklich verstehen wollt wo dieser Kurs hinführt, solltet ihr jeden Tag meditieren, zumindest 10-15 Minuten jeden Tag. Kurze Sitzungen sind großartig weil ihr sehr fokussiert sein könnt und eure Ausrichtung nicht verliert. Längere Sitzungen sind schwerer aufrechtzuerhalten, vor allem am Anfang. Also hoffe ich dass ihr diesbezüglich ernsthaft und diszipliniert sein werdet, denn wenn ihr nicht eine gewisse Stabilität des Geistes entwickelt werden die Praktiken die wir später studieren für euch unanwendbar bleiben. Ihr werdet nicht in der Lage sein sie zu verwenden. Ihr müsst einen gewissen Grad der Konzentration haben.

Traditionell würdet ihr diese Fähigkeiten als Teil eines sehr langen Retreats lernen. Wir bräuchten eine sehr lange Periode des täglichen Meditierens, den ganzen Tag, damit ihr die Techniken versteht die wir am Ende des Kurses studieren werden. Das wäre reines Konzentrieren der Aufmerksamkeit für 8-10 Stunden am Tag, nur über eine Kerze oder euren Atem oder etwas ähnliches zu meditieren. Also benötigt es Disziplin, und es benötigt Hingabe, Verpflichtung, Commitment. Ich ermutige euch das zu entwickeln. Zehn oder Fünfzehn Minuten am Tag ist nicht viel. Natürlich bedeutet es mehr wenn ihr euch den ganzen Tag Selbst beobachtet. Dann versucht ihr tatsächlich den ganzen Tag lang Konzentration zu entwickeln.

„In Kontemplation einzutreten, für die Zeit
die eine Ameise braucht um von einem Ende der Nase zur andern zu wandern
wird mehr Fortschritt in Richtung Verwirklichung bringen
Als ein ganzes Leben verbracht in der Anhäufung von guten Handlungen.
-Der Buddha Shakyamuni

Wöchentliche Praxis

Fahrt fort mit der vorherigen Praxis der Entspannung, der Vokalisierung des Vokals O, und dann der Konzentration auf die Kerzenflamme. Nach etwa zehn Minuten des Observierens der Flamme mit geöffneten Augen, schließt eure Augen und visualisiert die Kerzenflamme. Wenn ihr eure Aufmerksamkeit in Gedanken verliert, kehrt einfach zu der Visualisierung zurück. Wendet die Techniken aus diesem Vortrag an. Werdet nicht angespannt. Wenn ihr findet dass ihr nicht in der Lage seid Gewahrsamkeit aufrechtzuerhalten wenn ihr eure Augen schließt, dann fahrt einfach damit fort euch mit geöffneten Augen auf die Kerze zu konzentrieren. Versucht an einem anderen Tag erneut eure Augen zu schließen und zu visualisieren. Stück für Stück entwickeln wir diese Fähigkeiten. So oder so, macht diese Praxis jeden Tag!

Es ist auch nützlich die folgende Praxis zu beginnen die von Samael Aun Weor gegeben wurde.

Praxis um die Vorstellungskraft zu entwickeln

Erstens: Die Silben Ma Ma, Pa Pa, Ba Ba, sind die ersten Silben die wir in der Kindheit artikulieren. Ihr könnt die Initiation mit diesen Silben beginnen. Ihr müsst diese Silben singen während ihr eine unschuldige und infantile Geisteshaltung annehmt. Ihr könnt die Intonation dieser heiligen Silben lernen wenn ihr die Zauberflöte von Mozart anhört.

Mozart platzierte diese Silben in seiner wunderbaren Oper. Der Schüler muss einschlafen, eine infantile Geisteshaltung annehmend, während er sich an die ersten Jahre seiner Kindheit erinnert und dann mental diese heiligen Silben singt.

Das Wort Pa Pa sollte vokalisiert werden indem man die erste Silbe Pa mit hoher Stimme intoniert, die zweite Silbe Pa wird dann mit niedriger Stimme ausgesprochen. Diese zwei Silben sollten viele Male ausgesprochen werden. Ihr müsst das gleiche mit der Silbe Ma machen.

Schlaft ein während ihr über eure Kindheit meditiert. Führt mit eurer Imagination eine Rückschau eurer gesamten Kindheit durch und artikuliert mental diese heiligen Silben.

Dieser Vortrag wurde aus dem Englischen übersetzt. Die Originalversion ist hier zu finden.

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