Gnostische Meditation – 1. Wachsamkeit

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Wechselseitige Abhängigkeit (Interdependenz)

„Alle Phänomene der Natur und alle Objekte befinden sich eng und organisch miteinander verbunden, innerlich abhängig voneinander und einander gegenseitig konditionierend. In der Tat kann kein Phänomen der Natur integral verstanden werden wenn wir es isoliert betrachten. Alles ist in ständiger Bewegung. Alles verändert sich; nichts ist still.“

-Samael Aun Weor, Endikronologie und Kriminologie (Endocrinology and Criminology)

Wir können sehen daß das Leben aus einer Reihe von ِEreignissen besteht, einer Reihe von Faktoren. Wenn wir über Interdependenz oder wechselseitige Abhängigkeit sprechen, dann beschreiben wir die Beziehung zwischen Ereignissen oder die Beziehung zwischen Zuständen. Im Grunde bedeutet dieses Wort daß keine einzige Sache ohne eine Andere existiert. Alles ist abhängig von Ursachen; nichts existiert unabhängig von allem anderen. Ein Philosoph sagte daß „Kein Mensch eine Insel ist“ und daß drückt daß Verständnis von wechselseitiger Abhängigkeit perfekt aus. Niemand von uns existiert als eine isolierte Entität. Das ist ein wahrer Schlüssel den wir verstehen müssen; niemand ist isoliert. Diejenigen die an Einsamkeit leiden finden darin vielleicht etwas Komfort. Aber die wahre Bedeutung von Interdependenz ist daß alles was wir tun andere beeinflusst, und alles das andere tun beeinflusst uns. Es existiert eine große Interaktion; es existiert ein großer Wechselfluss von Energie der sich immer zwischen Individuen bewegt.

Zum Beispiel, da ist eine Gruppe von Menschen die unabhängig voneinander einen Drang haben etwas über sich selbst zu verstehen. Siehe da, sie alle erscheinen zufällig in einem gnostischen Kurs um ein Uhr. Vielleicht ist es zufällig. Aber wir wissen in Wirklichkeit, daß es nicht nicht zufällig ist; es ist aufgrund von verschiedenen Umständen die zusammenspielten um dieses Ereignis zu erschaffen. Das ist was wir Karma nennen, das Gesetz von Ursache und Wirkung. Alles hat eine Ursache, und jede Ursache hat eine Wirkung.

Intellektuell ist daß eine einfach zu verstehende Sache.
Wir sehen in der drei-dimensionalen Physik, wenn wir etwas anstoßen, bewegt es sich, gegeben wir haben genug Kraft um es zu bewegen. Newton beschrieb Karma wie es in physischer Materie gesehen wird; „Jede Aktion produziert eine gleichwertige und entgegengesetzte Reaktion.“ Das ist Karma, ausgedrückt durch drei-dimensionale Physik.

Wenn wir auch das berühmte Axiom „Wie Oben so Unten“ verstehen“, dann werden wir verstehen daß das Umgekehrte auch wahr ist; „Wie Unten so Oben“; darum, wenn es Reaktionen auf Aktionen auf der physischen Ebene gibt, dann muss es auch Reaktionen auf Aktionen auf energetischen Ebenen geben.

Wir können sagen daß wir in der physischen Welt, oder dem physischen Aspekt von Dingen, diese Regel zu einem gewissen Grad verstehen, also haben wir einen gewissen Prozentsatz von Gnosis über Ursache und Wirkung im physischen Bereich. Aber wenn wir uns selbst ehrlich begutachten, dann werden wir wahrscheinlich herausfinden daß wir emotional oder mental überhaupt kein Verständnis dieses Gesetzes haben, weil wir immer noch darauf beharren negative Emotionen zu generieren und freizusetzen. Wir realisieren nicht was das für einen Effekt haben wird; wir ignorieren es.

Ignoranz

Wenn wir den Buddhismus oder den Hinduismus oder das Christentum oder den Islam studieren, dann stoßen wir auf dieses Wort Ignoranz. Oft, aufgrund unserer Kultur misinterpretieren wir dieses Wort; wir denken daß Ignoranz bedeutet „nicht gebildet zu sein“, aber in Wahrheit kommt „Ignoranz“ von „ignorieren“. Und die Wahrheit ist, ehrlich, wenn wir uns selbst begutachten, können wir sehen daß wir die Effekte unserer Handlungen ignorieren. Es kümmert uns nicht. Wenn wir wütend sind, kümmert es uns nicht ob wir andere Menschen verletzen, wenn wir gekränkt sind kümmert uns das nicht, nein, man könnte sogar sagen daß wir wollen daß andere Menschen leiden also drücken wir unsere Wut aus um gehört zu werden, vielleicht um uns zu rächen, um jemanden zu demütigen.

Währenddessen handeln wir ohne das Verständnis das unsere Aktivität ein Resultat produzieren wird. Wir sind diesbezüglich Ignorant. In anderen Worten, wir wollen tun was wir wollen, und wir entscheiden uns zu ignorieren was das für uns selbst und für andere bedeutet. Also brechen wir bereits einige subtile Gesetze der Natur. Wir realisieren nicht, daß wir von der anderen Person abhängig sind. Wir sind keine isolierten Menschen im Leben; wir brauchen einander. Alles das wir haben und alles das wir sind ist durch die Hände, den Verstand und die Herzen von anderen Menschen zu uns gekommen. Unser Körper, unser Essen, unsere Ideen, unsere Erinnerungen, unsere Bildung. Und trotzdem glauben wir fälschlicherweise wir wären „Unabhängig“. Wir sind es nicht, und wenn wir mit Klarheit unser Leben betrachten, werden wir sehen daß wir ein Mitglied einer Gemeinschaft sind, selbst wenn wir nicht mit anderen Leuten reden. Als ein Mitglied einer Gemeinschaft werden wir durch andere beeinflusst, und wir beeinflussen andere.
Wir ignorieren den Effekt den wir in jemand anderem verursachen können. Wir ignorieren ebenso den Effekt der unvermeidlich zu uns zurückkommen wird. Karma ist einfach Energie; es ist wie Energie sich in der Natur bewegt, das Kommen und Gehen. Also, alle großen Traditionen haben gesagt daß wir in Ignoranz leben, daß wir die Wahrheit nicht sehen.

Ein anderer Aspekt der Interdependenz ist, daß wir sehr irrtümlich glauben daß unser Glück von sehr eng definierten Umständen abhängt. Zum Beispiel, wenn wir es finanziell schwer haben, fokussiert sich unser Verstand darauf: „wenn ich nur diesen Verkauf machen kann, oder diese Beförderung bekomme, oder diesen Abschluss erhalte, dann werde ich genug Geld haben.“ Oder, wenn ich nur dieses neue Auto, oder ein größeres Haus haben kann, dann werde ich glücklich sein. Wir diese eingeschränkte Sichtweise daß unser Glück und unser Wohlsein von diesen kleinen unwesentlichen Umständen abhängt. Wenn das wahr währe, dann währe es recht einfach wir uns glücklich zu sein. Wir müssten nur diese kleinen Ziele erreichen und dann währen wir zufrieden. Aber hat irgendjemand je zufriedene Menschen gefunden die ein Leben auf diese Weise verfolgen? Antwortet nicht vorschnell; beobachtet sie vorsichtig, denn, sobald sie dieses Ziel erreichen, dann sind sie kurz glücklich – und dann gleich darauf sind sie nicht mehr zufrieden und wollen etwas anderes. Sie sagen vielleicht daß sie glücklich sind, aber in ihren Herzen, im Dunkel der Nacht, sind sie wahrhaftig und aufrichtig glücklich?

Von der Sichtweise der Gnosis gibt es keine glücklichen Menschen auf dieser Erde. Jeder leidet furchtbar. Leiden an Furcht, Armut, Hunger, der Gefahr des Todes, der Gefahr der Folter.
Die Reichen leiden weil sie fürchten zu verlieren was sie haben. Die Armen leiden weil sie wollen was sie nicht haben. Und was auch immer unsere Situation im leben ist, wir begehren etwas, wir arbeiten wie ein Sklave und schwitzen um es zu bekommen, dann erfahren wir einen kurzen Moment der Zufriedenheit, und dann wollen wir etwas neues.

Das ist weitgehend bekannt in den von dem Budhha Shakyamuni gelehrten Vier Noblen Wahrheiten.

Es existiert also ein konstanter Wandel dessen was wir von dem Leben wollen. Jemand hat das Ziel „Ich will verheiratet sein, das ist was ich will, ich will einfach nur verheiratet sein, dann werde ich glücklich sein. Ich werde ein Haus haben, und Kinder, und all diese Dinge.“ Also, dann bekommen sie alles und dann was? Sie sind unglücklich. Wir alle haben das bei Leuten die wir kennen gesehen.
Oder sie sagen: ich brauche eine bessere Frau, die die ich habe ist einfach nicht gut.“ Also lassen sie sich scheiden, und kriegen eine neue Frau, und sie sind immer noch unglücklich.

Das ist der Zustand der Menschheit, ehrlich gesagt. Werden wir glücklicher? Nein. Aufrichtig und ehrlich gesagt, werden wir nicht. Wir werden immer verzweifelter. Die Scheidungsraten werden höher, die Kriminalitätsrate wird höher. Das Leben wird immer komplizierter, nicht einfacher.

Da ist dieses große Konzept das wir alle glauben wollen: daß das Leben besser wird. Mit FedEx, Faxgeräten, und dem Internet, „wird das Leben besser.“ Jeder ist begeistert, „Schaut unsere großartige Technologie, schaut, all unsere wunderbaren Erfolge“; aber sind wir wirklich glücklicher?
Leiden wir weniger?

Die Anzeichen sagen etwas anderes. Mentale Krankheit ist weiter verbreitet. Depression ist wuchernd. Suizide sind üblich. Wir sind wie Ratten in riesige, stinkende Städte gepackt, trinken dreckiges Wasser und baden in Chemikalien. Wir sind in einem ungeheuer komplizierten Umweltlichen Verfallsprozess gefangen; die ganze Welt zittert unter der destruktiven Aktivität der Menschen.

Jeden Tag werden die Bedrohungen unserer Gesundheit und unserer Sicherheit größer an der Zahl und komplizierter. Wir sind gefangen in Schulden, arbeiten mehr und verdienen weniger. Jede wesentliche soziale Struktur steht auf der Schwelle zum Desaster. Die Gefängnissysteme sind überwältigt und haben keine Antworten auf ihre Probleme. Die Bildungssysteme sind überwältigt, und haben keine Antwort auf ihre Probleme. Politiker sind überwältigt von der Komplexität der Probleme mit denen sie konfrontiert sind. Niemand hat irgendwelche Antworten, und während alledem singen unsere Medien ihren fröhlichen Ton: „Kauf neue Sachen und du wirst dich besser fühlen. Unterziehe dich einer Schönheitsoperation und du wirst glücklich sein. Ziehe dich schön an, schaue schön aus, ziehe die Wollust und den Neid anderer an und du wirst zufrieden sein.“

Tief im inneren wissen wir all das es eine Lüge ist. Aber wir können uns dem nicht stellen weil wir entsetzliche Angst haben.

Wenn man es objektiv betrachtet wird das Leben komplizierter. Das Leben jetzt ist komplizierter als es für unsere Eltern war. Das Leben jetzt ist viel komplizierter als es für unsere Großeltern war. Die Rate der Veränderung beschleunigt sich und mit dieser Beschleunigung kommt höhere Komplikation, und mit dieser Komplikation kommt Verwirrung, Sorge, Zweifel, Furcht. Die Verzweiflung der Menschheit vertieft sich. Warum ist das so?

Wir können sehen warum wenn wir diese Phänomene betrachten:

  1. Wechselseitige Abhängigkeit
  2. Karma
  3. Ignoranz

Wir ignorieren die wechselseitige Abhängigkeit aller Dinge. Wir wollen unsere Begierden erfüllen und ignorieren das alles was wir nehmen jemand anderem weggenommen wird. Geschäftsführer, CEOs die jährlich Millionen verdienen weigern sich zu erkennen daß das Geld das sie anhäufen anderen weggenommen wird. Währenddessen leiden andere an Geldnot.

Wir ignorieren das jede Aktion die wir produzieren ein Resultat hervorbringt.

Das schlimmste davon ist, wir ignorieren daß wir ignorieren. Wir glauben daß was wir tun richtig ist, obwohl die Beweise die das Gegenteil sagen überwältigend sind.

Der Buddha Shakyamuni sagte:

„Unser Verstand formt unser Leben. Wir werden zu dem was wir denken.“

– Dhammapada, Kapitel 1.

Daher können wir sehen daß das Leben wie wir es jetzt erleben das Produkt unseres eigenen Verstandes ist, oder in anderen Worten, was wir gedacht, gefühlt und getan haben hat das Leben das wir jetzt erleben erschaffen. Darum, wenn wir ändern was wir hier und jetzt denken, fühlen und tun, können wir besser Umstände für unsere Zukunft erschaffen.

Wir haben die Situationen unseres Lebens erschaffen, und wir haben diese Gesellschaft erschaffen. Unsere Gesellschaft, welche durch soziales Chaos, weitverbreitetem Leid und Verblendung charakterisiert ist, ist eine Reflektion des Kollektiven Verstandes der Menschheit.

Menschliche Wesen leiden aufgrund von anderen Menschlichen Wesen.
Menschliche Wesen leiden aufgrund von sich selbst.

Wir haben unser eigenes Leben erschaffen und doch ignorieren wir diese Wahrheit und laufen hinter diesen ungreifbaren Zielen her, diesen eingeschränkt definierten Umständen. „Wenn ich nur die Lotterie gewinnen würde, wenn ich nur eine Insel kaufen würde, wenn ich nur einen Jet hätte, oder ein Boot, wenn ich nur etwas besser aussehen würde, oder einen anderen Abschluss hätte, dann wäre ich glücklich.“ Es ist ein Irrtum. Es ist komplett und offenkundig falsch, und doch dreht sich unsere gesamte Gesellschaft um diese Art das Leben wahrzunehmen.

Wir nehmen das Leben durch Fantasien wahr; also nehmen wir das Leben gar nicht wahr. Wir nehmen das Leben so wahr wie wir wollen das es sei, nicht so wie es ist. Also nehmen wir das Leben nicht so wahr wie es ist, und wir leiden weil uns das Leben nie das gibt was wir erwarten.
Wir nehmen uns Selbst durch Fantasie wahr, also nehmen wir uns selbst gar nicht wahr. Wir wollen uns Selbst so sehen wie wir gesehen werden wollen; wir sehen uns Selbst nicht so wie wir sind. Wir leben also in Ignoranz dessen wer wir wirklich sind, und wir leiden weil wir nicht das sind was wir sein wollen.

Zu lernen wie man meditiert beginnt hier. Man kann niemals lernen wie man meditiert bis man beginnt diese Umstände zu durchbrechen und sich Selbst mit wahrer Ehrlichkeit zu sehen. Ehrlichkeit: „aufrichtig und ohne vorzutäuschen oder zu lügen.“

Echte Meditation kann nur beginnen wenn wir die Tapferkeit und die Willenskraft haben unsere Fantasien über uns Selbst und das Leben loszulassen. Echte Meditation wird uns direkt in die Wahrnehmung der objektiven Wahrheit über uns Selbst und das Leben bringen; wenn wir also an unsere Fantasien angehaftet sind, dann werden wir uns nicht erlauben die Wahrheit zu sehen, also können wir nie lernen richtig zu meditieren.

Zu lernen zu meditieren ist zu lernen wie man den Verstand transzendiert, und auf das zuzugreifen was „das Bewusstsein“ genannt wird.
Bewusstsein ist das Licht an der Wurzel allen Lichtes. Es ist jenseits des Verstandes, jenseits von Emotion, jenseits des „Ichs“ des „Mich“, des „Ich Selbst“.

Was ist das Bewusstsein in uns und wie verwenden wir es? Wie verändern wir unsere Bewusstseinsstufe? Das ist worum es bei Meditation wirklich geht.

Die zwei Linien des Lebens

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Diese erste Linie, horizontal ausgestreckt, ist was die Linie des Lebens oder die Linie des Wissens genannt wird. Diese Linie zeigt uns den Verlauf der Zeit von der Geburt bis zum Tod. Wir werden geboren, wir wachsen auf, wir werden gebildet (oder nicht), und all diese Ereignisse unseres Lebens passieren, und dann sterben wir.

Das wird die Linie des Wissens genannt weil echtes Wissen der Punkt des Lebens ist. Wir leben um zu wissen worum es im Leben wirklich geht. Aber das ist nicht das Wissen von Büchern und Theorien, das Wissen das wir brauchen ist echte Gnosis: direktes, erfahrenes Wissen, der objektiven Realitäten, das mysteriöse Wissen von Daath (hebräisch für Wissen).

Wenn man eine Wahrheit sieht und erfährt, dann gibt es keine Notwendigkeit für Theorien. Darum wandern wir auf der Linie des Lebens, oder der Linie des Wissens, um zu unserem eigenen Wissen zu gelangen, unserer eigenen Gnosis.

Aber WIE wir diese Linie beschreiten ist der kritische Unterschied zwischen dem Finden von echter Gnosis und in ihrem Gegenteil zu leben: I-gno-ranz. Und dieser Unterschied wird präzise durch das Wissen (Gnosis) unser Bewusstsein zu verwenden oder das nicht wissen (Ignorieren), der Verwendung des Bewusstseins definiert. Auf dieser Linie wird jedes Wesen das lebt wandern; jedes Wesen steht unter dem Einfluss der Gesetze dieser Linie, der Linie des Lebens.
Das bedeutet das jeder von uns geboren wurde, offensichtlich. Aber was wir nicht wissen (im Sinne von Wissen durch unsere eigene Gnosis) ist das man Geburt nicht ohne Tod haben kann; Sie sind eine und dieselbe Sache. Die meisten von uns wissen nicht wirklich das wir sterben werden, weil wir das ignorieren. Wir haben vielleicht das Konzept des Todes, das irgendwo in dem Dunkel unseres Verstandes schwebt, aber das ist nicht Gnosis. Leben und Tod sind zwei Seiten der selben Münze, und trotzdem haben wir diese Sichtweise das wir nur die „gute“ Seite betrachten wollen, oder eher, die Seite die wir mögen.

Das ist was wir als „die zwei Seiten des Pendels“. Das Pendel drückt die Dualität aus. Wir haben das, was wir „böse“ nennen und das was wir „gut“ nennen. Wir können sagen, das eine ist „negativ“ und das andere ist „positiv“. Wir haben das „angenehme“ und das unangenehme“. Wir haben „Vergangenheit“ und „Zukunft“.

das gesetz des pendels

Das Leben existiert aufgrund des Todes. Der Tod existiert aufgrund des Lebens, Ebenso, können wir etwas nur gut nennen wenn wir auch etwas schlecht nennen können. Das ist eine fundamentale Polarität der Natur, und es ist Teil der natürlich Ordnung der Dinge. In uns allerdings ist es aus der Balance.

Der natürliche Zustand des Pendels ist in der Mitte zentriert zu sein, mit den Energien beider Seiten in Balance. Wenn eine Seite aus der Balance kommt, dann schwingt das Pendel. Das Pendel ist ein Manager von Energie. Wie mit jedem Phänomen in der Natur überwacht und balanciert das Gesetz der Polaritäten das Wohl des Ganzen. Das ist einfach ein Ausdruck des Gesetzes von Karma wie es durch die Interdependenz aller Dinge organisiert ist. Einfach ausgedrückt, es bedeutet daß wenn wir das Pendel in eine Richtung schwingen, wird es in die andere Richtung zurückschwingen um das Equilibrium wieder herzustellen.

Allerdings ist die Gewohnheit des Verstandes des wir jetzt haben das zu ignorieren und vermeidenden das wir „schlecht“ nennen und das zu begehren oder dem hinterherzulaufen das wir „gut“ nennen. Also verwendet die große Mehrheit der Menschheit andauernd all ihre Energie um ihren Begierden nachzulaufen, besessen das zu verfolgen was wir „gut“ nennen. Im Buddhismus werden diese Polaritäten der Dualität Begierde und Aversion gennant.

Dieses Phänomen passiert auf allen Ebenen in uns Selbst. Es ist einfach: Wenn wir in ein Restaurant gehen, was bestellen wir? Was wir begehren, wonach es uns verlangt. Wenn wir fernsehen, wonach suchen wir? Nach dem was wir Begehren, wonach es uns verlangt. Wenn wir mit anderen Leuten interagieren, wonach suchen wir? Nach dem was wir begehren. In keinem dieser Fälle suchen wir normalerweise das was ein Equilibrium erschaffen wird.

Wir vermeiden jegliche Dinge die Leid, Schmerz, Ungemütlichkeit, Demütigung, Furcht, Unsicherheit, Tod erschaffen. Besonders vermeiden wir den Tod.

Diese fundamentale Achse ist die Wurzel allen mechanischen Verhaltens. Wir verwenden eine große Mehrheit unserer Zeit dazu Dinge zu vermeiden mit denen wir uns nicht auseinandersetzen wollen. Tatsächlich findet ihr vielleicht daß ihr einige Widerstände hattet diesen Kurs zu studieren, oder einen Therapeuten oder Arzt aufzusuchen oder in die Kirche zu gehen. Und manchmal, vielleicht meistens, sind diese Widerstände da weil da etwas ist mit dem wir uns nicht auseinandersetzen wollen, das wir nicht sehen wollen. Könnt ihr das in euch selbst sehen?

Ihr beginnt jetzt vielleicht zu sehen das diese Lehre, diese Schule, enorme Aufrichtigkeit benötigt. Ohne Aufrichtigkeit kann es kein wirkliches Verständnis dieses Wissens geben. In Wirklichkeit brauchen wir ein besseres Wort, denn Aufrichtigkeit ist die selbe Sache wir echte Tapferkeit. Jemand der echte Tapferkeit hat ist eine sehr aufrichtige Person. Das heißt nicht das jemand überhaupt keine Furcht hat und bereit ist in den Krieg zu ziehen, oder so aussieht. Diese Art von Leuten hat lediglich viel Willenskraft. Die Aufrichtigkeit und Tapferkeit die gemeint ist die Bereitschaft sich der Wahrheit zu stellen. Ohne diese Bereitschaft ist es Zeitverschwendung dieses Material zu studieren. Offen gesagt ist dann alles eine Zeitverschwendung, denn ohne Aufrichtigkeit und echte Tapferkeit kann es keine Veränderung geben. Es wird nur eine Kontinuität der Ignoranz geben.

Während wir also diese Linie des Lebens beschreiten und all unseren Begierden nachjagen, und alles vermeiden mit dem wir uns nicht auseinandersetzen wollen, ignorieren wir bestimmte Prinzipien. Ein Prinzip das wir ignorieren ist das Bewusstsein.
Hier finden wir eine andere Linie, eine Linie die in einer gänzlich anderen Richtung verläuft als die Linie des Lebens. Diese nennen wir die Linie des Seins. Diese Linie drückt die Ebenen des Bewusstseins aus.

linie des seins

 

Bewusstsein

In der Linie des Seins oder Bewusstseins gibt es viele Stufen. Das Bewusstsein reicht von großen Tiefen zu großen Höhen. Es gibt „bewusstere“ Wesen und „weniger bewusste“ Wesen.

Wenn wir diese beiden Linien kombinieren dann wird es etwas einfacher bestimmte Dinge über Leute im Leben zu verstehen. Während wir durch die Linie des Lebens wandern, uns von unserer bestimmten Geburt zu unserem bestimmten Tod bewegen, sind wir immer auf der einen oder anderen Seinsstufe. Das bedeute das es einen Strom gibt zu einem gewissen Grad, eine Vibration in uns. Wir haben bewusstere Momente und weniger bewusste Momente.

Was diese Momente des Lebens unterscheidet ist nicht wie erfolgreich wir sind und wir viel Geld wir verdient haben, wie sehr wir Leute beeindruckt haben, wie viele Leute uns lieben und wie viele Leute uns hassen. Was wirklich einen Unterschied in unserem Leben macht ist die Stufe des Seins; wie bewusst wir sind, wie aufrichtig wir sind, wie ehrlich, wie aufmerksam.

„Was auch immer wir im inneren sind, großherzig oder gemein, großzügig oder geizig, gewalttätig oder friedlich, keusch oder lüstern, zieht die verschiedenen Umstände des Lebens an.“

– Samael Aun Weor, Abhandlung über revolutionäre Psychologie

Unsere Seinsstufe bestimmt unser Leben. Die Stufe unseres Bewusstseins bestimmt ob wir mit großen Komplexitäten und Problemen leben, mit großem Leid, oder mit großem Frieden. Wenn wir zornig oder rachsüchtig sind, dann wird unser Leben gefüllt sein mit Umständen die mit diesen Qualitäten in Beziehung stehen. Wenn wir Wollüstig sind, dann wird unser Leben voll sein mit Problemen die mit Wollust in Verbindung stehen.

Je mehr Wollust, Zorn und Stolz wir haben, desto niedriger ist unsere Seinsstufe. Das bedeutet daß uns weniger Bewusstsein zur Verfügung steht. Was wir tun müssen ist das Bewusstsein selbst zu verwenden um uns innerlich zu verändern. Wenn wir ängstlich und zaghaft sind, dann müssen wir lernen das Bewusstsein zu verwenden, denn es ist weder ängstlich noch passiv. Wenn wir hyperaktiv und leichtsinnig sind, dann müssen wir lernen das Bewusstsein zu verwenden, denn es ist ruhig und konsistent.

Es gibt viele Begriffe die die Aktivität des Bewusstseins beschreiben. Manche nennen es Achtsamkeit, manche nennen es Aufmerksamkeit, manche nennen es Präsenz, aber der Begriff der es am besten beschreibt ist Wachsamkeit.

Wenn wir an diese anderen Begriffe denken, dann denken wir über sie manchmal auf passive Weise. Wir denken über Achtsamkeit und manche Leute haben eine Assoziation daß sie sehr passiv ist, wie ein Mönch der dasitzt. In einem Aspekt ist darin etwas Wahrheit enthalten. Aber jemand der sich mit diesem Verständnis entwickelt wird Hindernisse, Probleme haben. Also, wenn man das Bewusstsein im Sinne von Wachsamkeit verstehen könnte, dann wäre man näher daran seine wahre Natur zu verstehen: es ist sehr aktiv, und jemand der ein Verständnis des Bewusstseins entwickelt wird sehr rapide in dem Verständnis dieses Materials vorankommen. Es muss also verstanden werden daß die originalen Bedeutungen dieser Begriffe in Bezug zu spezifischen Aspekten des Bewusstseins selbst stehen; es sind technische Begriffe die nicht synonym verwendet werden sollten.

Das Bewusstsein ist die Wurzel der Wahrnehmung. Es ist der Teil in uns der mit absoluter Reinheit wahrnimmt, ohne Gefühle, ohne Denken und ohne Sensationen.

Es ist der Teil jeder Person der vor den Gedanken, vor den Emotionen und vor den Senstationen präsent ist.
Es ist ungefilterte Wahrnehmung in purer, unveränderter Form.

Das Bewusstsein ist unsere Verbindung mit unserer eigenen Göttlichkeit.

Das ist das grundlegende Prinzip auf dem jede wahre Meditationspraxis in der Geschichte der Menschheit basiert. Die Begriffe sind vielleicht verschieden, und die Arten der Beschreibung variieren vielleicht, aber die grundlegenden Prinzipien sind universal und unanfechtbar. Also müssen wir absolut wissen was das Bewusstsein ist und wie man es verwendet.

Also wenn wir dieses Diagramm der zwei Linien des Lebens studieren, was wir wirklich studieren ist wie man Aufmerksamkeit richtig verwendet. Wir müssen herausfinden was unsere eigene Seinsstufe ist und wir finden das heraus indem wir wachsam sind, indem wir lernen zuzusehen, lernen wie man Aufmerksam ist, wie man sich seiner Bewegung durch die Linie des Lebens bewusst ist; je bewusster wir werden desto mehr erhöhen wir unsere Seinsstufe, also steigen wir über das Leid und die Ignoranz des durchschnittlichen Lebens und bewegen uns in eine gänzlich neue Art zu leben.

Um zu meditieren, um auf jeglichem Spirituellen Pfad zu sein, egal wie man ihn nennt, muss man verstehen was das Bewusstsein in sich Selbst ist, denn das ist es was wir versuchen zu erwecken.

Wir versuchen zu erwachen und diese wachsame Präsenz aktiv zu machen, die wir alle haben, aber nicht wissen wie man sie verwendet. Wir haben es nie wirklich gelernt. Worüber wir lernten als wir aufwuchsen war die Linie des Lebens. Wir lernten über den Verstand, über Begierde, über Sensationen, und wir lernten über die Persönlichkeit. Aber keines dieser Dinge hat irgendetwas mit dem Bewusstsein zu tun. All das ist seperat. Es sind andere Faktoren und es sind Dinge die wir verstehen müssen, ja, aber wir dürfen uns nicht durch sie versklaven lassen.

Leider lernten die meisten von uns als wir aufwuchsen diesen Elementen zu dienen, ihnen alles zu füttern wonach sie Verlangen. Wenn der Verstand einen Hotdog will, dann geben wir ihm einen Hotdog. Wenn der Verstand ein Videospiel will, dann laufen wir und holen es. Wenn der Verstand berühmt sein will, dann verwenden wir viel Zeit und Energie um diese Begierde zu erfüllen. Und oft handeln wir ohne jegliches Bewusstsein so gehandelt zu haben.

Es ist sehr verbreitet und traurig, daß viele Leute, wenn sie sich dem Ende ihre Linie des Lebens nähern, beginnen zurückzublicken und die Wahrheit dessen zu realisieren. Menschen die eine Nahtoderfahrung haben, Menschen die alt werden, oder sehr krank sind beginnen oft Kontakt mit anderen zu suchen. Oft werden sie emotionaler, sie werden reuevoll, sogar depressiv.

Manche werden sehr wütend, und normalerweise ist das weil sie zurückschauen und sehen daß sie nicht alles erfüllten was sie tun wollten. Sie bekamen nicht das große Boot das sie wollten, oder ihre Kinder hassen sie nun, oder sie verletzten Menschen. Und später realisieren sie; „Was habe ich die ganze Zeit gemacht?“ „Warum habe ich mein Leben so verbracht?“ „Wie konnte ich diese Dinge tun?“

Die andere verbreitete Erfahrung ist das sie fühlen daß sie niemand verstanden hat, also erzählen sie ihre Geschichte wieder und wieder. „Niemand hat mich verstanden, Ich wollte das und das nicht tun, mir wurde Unrecht getan.“

Diese Reue, diese Art des Bedauerns kommt oft zu spät, und meist fühlen sie Leute nicht aufgrund ihres eigenen Stolzes. Aber wenn sie an einem Punkt angelangen da sie nahe daran sind zu sterben, dann realisieren sie, „Warte, mir läuft die Zeit davon. Ich verschwende meine Zeit.“ Es ist wirklich in unserem Interesse das zu sehen und darüber zu reflektieren. Versucht dieses Verständnis anzuwenden, lernt von diesem Fehler. Verwendet eure Zeit jetzt gut. Wir müssen sehen wie wir Zeit verschwenden indem wir Nichtigkeiten nachjagen, Dingen die bedeutungslos sind.

Aber vor allem müssen wir sehen was wir ignorieren. Das ist das fundamentale Axiom des Erlernens von Meditation: Wir müssen sehen was wir nicht sehen. Wir müssen dessen aufmerksam sein dessen wir gerade nicht aufmerksam sind. Den ganzen Weg, bis zu, Ende, bis zu den Höhen des Bewusstseins; das ist die Arbeit selbst.
Und die Tiefen, die tiefsten Qualitäten des Bewusstseins sind durch die entgegengesetzten Qualitäten gekennzeichnet: tiefste Ignoranz, Illusion, und Dunkelheit.
(Sogar das Bewusstsein Selbst ist eine Dualität: Man kann es positiv erwecken, im Licht, in den höheren Regionen des Bewusstseins, oder man kann es negativ erwecken, in der Dunkelheit, in den inferioren Regionen des Bewusstseins. Derjenige der es positiv erweckt wird Engel oder Erzengel oder Seraph, etc. gennant. Derjenige der es negativ erweckt wird Dämon, Teufel, Schwarzmagier, etc. gennant. Es gibt also zwei Arten zu erwachen, aber nur einer führt zur Freiheit von dem Leiden.

Der Tod ist eine Tatsache, eine unvermeidbare Realität, und niemand von uns weiß wann er kommen wird; niemand. Wenn man darüber wirklich reflektiert und das examiniert, wenn man tiefgehend seinen eigenen physischen Körper betrachtet und realisiert daß diese Maschine nicht unsterblich ist, dann wird man sehen das sie irgendwann kaputt werden und nicht mehr funktionieren wird. Es könnte heute sein, es könnte morgen sein, es könnte in 50 Jahren sein. Aber man weiß es einfach nicht.

Dieses Nicht-Wissen ist eine unglaubliche Quelle der Furcht in unserem Leben. Es gibt einen wachsenden Trend hinauszulaufen und sich Ganzkörperscans zu unterziehen, um jegliche potenziellen Probleme jetzt zu finden, bevor wir krank sind; das ist ein Symptom der Furcht vor dem Tod.

Es gibt eine weit zurückreichende Tradition im Westen jeglicher Religion zu folgen die eine einfache Lösung für diese Furcht bietet. Und viele Anführer, religiös und säkular zugleich, verwenden diese Furcht vor dem Tod und dem Ungewissen als eine Art Leute zu Manipulieren. Wie viele Leute haben wir gekannt die einer Gruppe irgendeiner Art angehören, rein aus Furcht? Es gibt viele die von Furcht getrieben zur Gnosis kommen. Viele treten politischen Gruppen bei. Viele gehen zum Militär. Viele treiben sich selbst Tag für Tag um ein Vermögen aufzubauen; all diese Anstrengung ist eine Art ihre Angst vor dem Unbekannten zu vermeiden, die Angst vor Armut, Einsamkeit, oder die Angst „ein niemand zu sein“. Wir können beobachten daß die fanatischsten Leute wirklich die ängstlichsten sind; ihr Fanatismus ist eine Strategie mit etwas fertigzuwerden, eine Form von Begierde und Aversion.

Ungeachtet unseres Geschlechts, unserer Rasse, politischer oder religiöser Zugehörigkeit, wir werden sterben. Das Reflektieren über die Unvermeidbarkeit des Todes kann enorme Aufrichtigkeit produzieren. Wahres Verständnis der Natur des Lebens und des Todes kann enorme Motivation produzieren.

Aus einer profunden Erkenntnis des herannäherns unseres eigenen Todes können wir sehen wie all diese Dinge von denen wir glaubten daß wir sie wollten in Wirklichkeit bedeutungslos sind. Warum sollten wir unsere Zeit verschwenden indem wir versuchen andere Menschen zu beeindrucken? Wenn man diese Ehrlichkeit hat und sich selbst beobachtet, dann merkt man vielleicht das ein enorm hoher Anteil unseres Verhaltens einfach nur da ist um andere Leute zu beeindrucken, um zu erreichen daß sie uns mögen oder uns respektieren. Es ist alles bedeutungslos wenn wir indem wir das wählen unseren eigenen inneren Gott, unsere eigene innere Entwicklung, vernachlässigen, zurücklassen, etwas das uns niemals genommen werden kann.

Die Erkenntnis was wirklich wichtig ist und was nicht ist unbezahlbar. Hier ist ein Beispiel: Es gab einen Mönch der einige der profunden Lehren studierte. Er erkannte die Wahrheit dessen was die Lehren sagten, das die Nichtigkeiten des Lebens alle nur Illusionen sind, und er konnte sehen wie Leute ihr ganzes Leben verwendeten um zu versuchen andere Leute zu beeindrucken, zu versuchen andere glücklich zu machen, oder zu versuchen all ihre Begierden zu füttern, und sie waren nie in der Lage es zu tun. Jeder kämpfte um ein Zeugnis von sich zu hinterlassen, und doch litten sie alle und mühten sich in dem Schlamm des Lebens, ohne irgendwohin zu kommen. Er entschied das nicht zu tun: „Ich will die Wahrheit in mir selbst wissen; Ich weiß das es mehr im Leben gibt als Geld.“ Also entschied er meditieren zu gehen. Aber es gab viele Meditierende in diesen Tagen und wenige Höhlen um sie unterzubringen. Die Höhle die er fand war keine perfekte Höhle; Sie hatte einen Dornenbusch vor dem Eingang. Also würde er jedes Mal wenn er hinein oder hinausgehen würde aufgekratzt werden. Sein erster Impuls war den Dornenbusch zu fällen, weil er irritierend war. Aber sobald dieser Gedanke in seinem Verstand auftauchte, realisierte er: „Wenn ich die Zeit verschwende die nötig ist um dieses Busch zu fällen, sterbe ich vielleicht. Die Zeit die nötig ist um Werkzeuge zu holen und den Busch zu fällen könnten meine letzten Atemzüge sein. Warum sollte ich meine Zeit verschwenden nur weil er in meinem Weg steht? Ich werde einfach drumherum gehen. Also tat er das.
Jahre vergingen. Jeden tag wurde er geschnitten, und jeden Tag wurde der Busch größer. Also, nach einigen Jahren zwängte er sich schon in seine Höhle, versuchte um den riesigen Dornenbusch herumzukommen. Irgendwann wurde er so groß daß er nicht mehr vorbeikam, er musste durch ihn hindurchgehen um in seine Höhle hinein und herauszukommen. Und er leitete enorm. Der Schmerz der Wunden war schrecklich. Er war immerhin nur ein Mönch, und konnte nichts tun um der Heilung zu verhelfen. „Was ist eine bessere Verwendung meine Zeit: in das Dorf hinunterzuwandern um einen Doktor zu finden oder diese Stunden zu verwenden um zu meditieren?“ Er entschied sich immer zu meditieren.

Dann eines Tages erreichte er sein Ziel. Er verstand seinen Geist komplett, seine gesamte Psyche, und befreite sich komplett von Karma, er wurde zu einem erleuchteten Wesen mit unfassbarem Verständnis. In all den anderen Höhlen waren andere Mönche mit besseren Aussichten, mit komfortablem Gras auf dem sie schlafen konnten, mit fließendem Wasser in der Nähe. Aber alles was er hatte war der Dornenbusch, und das war der Grund warum er es schaffte. Er schuldete das alles dem Dornenbusch.

Der Dornenbusch repräsentiert all die kleinen Unannehmlichkeiten des Lebens: Kritik, die Meinungen anderer Leute, Geld, Autos, einen Beruf zu haben, Rechnungen bezahlen zu müssen, Krankheiten, Kinder, Schulden, politische Probleme, etc., etc., etc. Das sind all die Umstände des Lebens; wir alle müssen mit ihnen Umgehen, egal wie wohlhabend wir sind, oder welches Geschlecht wir haben, oder aus welchem Land wir sind. Was einen Unterschied macht ist wie wir mit ihnen umgehen.

Wenn wir kontinuierlich auf das Leben reagieren, dann werden wir „wie ein Blatt das vom Winde umhergeweht“ wird sein. Wenn wir immer aus Begierde und Aversion handeln, werden wir immer der flüchtigen Befriedigung hinterherlaufen, und versuchen den unvermeidbaren Schmerz zu vermeiden.

Wir könnten allerdings dieses Leid nutzen und ihm erlauben Resultate zu produzieren. Weisheit ist das Verständnis von Leid. Mitgefühl ist das Verständnis von Leid. Weisheit und Mitgefühl entstehen durch das Verständnis des Leids, durch Begreifen und transzendieren des Leids durch Willenskraft. Verständnis kommt wenn wir uns über die Dualität von Gut und Schlecht, angenehm und unangenehm, rauf und runter, arm und reich, links und rechts erheben. In der Mitte ist das Equilibrium. In der Mitte ist das Tao.

Wir müssen in uns selbst sehen wie wir Dinge vermeiden die unangenehm sind. Wir müssen sehen wie wir die Wahrheiten in unserem Verstand und unserem Leben vermeiden. Und wir müssen die Wahrheit des Leidens in uns Selbst sehen. Leiden bedeutet nicht nur physischer Schmerz. Leid beginnt in dem Moment in dem wir von dem göttlichen getrennt sind. Jeder von uns hat diese Unverbundenheit, jeder von uns Leidet weil wir unseren inneren Gott nicht direkt kennen und darauf zugreifen können.

Das Leid zu transzendieren ist das zu ändern. Das leid zu transzendieren ist zu verstehen wie und warum wir Leiden und die Handlungen zu verändern die Leid in uns Selbst und in anderen verursachen. Durch diese Veränderung entwickeln wir Verständnis, Mitgefühl, Weisheit. Das ist was das Wort Erleuchtung bedeutet: „erleuchtet, gefüllt mit Licht.“ Wenn wir unsere Augen jetzt schließen, dann sehen wir Dunkelheit. Diese Dunkelheit muss mit Licht gefüllt werden.

Die Antwort, der Weg das zu erreichen, ist zu beginnen das Bewusstsein in uns selbst zu verstehen. Jedes menschliche Wesen hat in sich den Embryo oder den Samen des Bewusstseins der wachsen muss, der bestärkt werden muss, der genährt werden muss. Das Bewusstsein das wir jetzt haben ist großteils im Verstand gefangen, es ist in Begierde gefangen.

Das Bewuustsein selbst ist eine Energie. Es ist eine Energie die aktiviert werden muss. Und sie muss von dem Verstand getrennt werden um aktiviert zu werden. Im Zen nennen sie diesen Samen oder Embryo die Buddhata; Im tibetischen Buddhismus nennen sie ihn Tathagastagarbha. In der Gnosis haben wir ein simples wort; er wird einfach die Essenz genannt. Sie ist ein kleiner Funke von Licht, aber nur wenn sie scheint und wenn wir wissen wie man sie verwendet. Wenn wir sie ignorieren, schläft sie.

Das Bewusstsein ist die Wurzel der Wahrnehmung; es ist unser Fenster zu allen Phänomenen, und in seinem natürlichen Zustand ist es unkonditioniert, ohne Begierde nach Sensation. Wenn wir das Leben durch das Bewusstsein wahrnehmen, dann sind wir vollständig Präsent und beobachten aktiv alle Phänomene.

Wenn wir das Leben durch den Verstand wahrnehmen, dann sind wir abgelenkt und nehmen alle Phänomene passiv wahr, weil wir mehr damit beschäftigt sind unsere Begierden nach Sensationen zu befriedigen, seien sie mental, emotional oder physisch.

Während wir uns die Linie des Lebens entlangbewegen werden wir durch Karma belastet. Unser Karma hat all die verschiedenen Umstände denen wir uns jetzt stellen müssen produziert. Diese Umstände sind das schwingende Pendel; eines Tages sind wir reich, dann sind wir arm; eines Tages sind wir gesund, dann sind wir krank. Das ist das Resultat von verschiedenen Energien die wir Selbst in der Vergangenheit produziert haben. In der Mitte dieses Sturmes ist der kleine Same des Bewusstseins der entwickelt werden muss.

Die Anwesenheit oder Abwesenheit des Bewusstseins in uns wird in der Kreuzung der Linie des Lebens und der Linie des Seins entdeckt. Dieser jetzige Moment, genau jetzt, ist die Kreuzung dieser beiden Linien. Und die Kreuzung ändert sich andauernd, weil sich die Zeit verändert, und weil unsere Stufe bewusster Aufmerksamkeit sich verändert.

die zwei linien des lebens

Wird unsere Aufmerksamkeit, unsere Präsenz, unsere Wachsamkeit von Moment zu Moment, von Tag zu Tag stärker? Oder sind wir mit mehr Sorgen, mehr Gedanken, mehr Begierden, mehr Ängsten belastet?

Je mehr das Bewusstsein positiv aktiviert wird, desto mehr Frieden haben wir.

Je mehr das Bewusstsein einschläft, desto mehr Leid haben wir: Mentales Leid, Emotionales Leid, Spirituelles Leid.

Praxis:

Zuallererst, entspanne dich. Entspanne dich so tief wie du kannst. Es sollte kein Muskel angespannt sin.

Werde dir deiner Selbst mehr bewusst. Tiefgehend, umfassend, aktiv bewusst. Bewusst zu sein bedeutet aktiv zu beobachten.

„Zu wissen und zu observieren sind unterschiedlich. Viele verwechseln die Observation seiner Selbst mit Wissen. Zum Beispiel, obwohl wir wissen daß wir in einem Wohnzimmer sitzen, bedeutet das nicht das wir den Stuhl observieren.“

– Samael Aun Weor, Abhandlung über Revolutionäre Psychologie

Versuche dich selbst als getrennt von dir Selbst zu sehen, so als wäre der Körper lediglich ein Schauspieler.
Die Gedanken und Gefühle sind ein Kritiker neben der Bühne der nicht still sein will. Versuche nicht ihn zum still sein zu bringen. Hör einfach auf ihm deine Aufmerksamkeit zu schenken. Trenne dich von ihm.

Das Gefühl der Getrenntheit, das Gefühl der aktiven Aufmerksamkeit ist die Grundlage jeder mystischen Praxis die auf dem Antlitz der Erde und in jeder anderen Dimension existiert.

Versuche dieses Gefühl der Wachsamkeit beizubehalten. Das ist die erste Praxis die jeder Mönch, jede Nonne, jeder Mystiker absolut perfektionieren muss um irgendetwas zu erreichen. Es ist das Gefühl eine innere Getrenntheit zu haben. Wir müssen sehen daß wir, als Bewusstsein, wirklich getrennt von dem Denken sind.
Wir als Bewusstsein sind getrennt von Emotionen.
Wir als Bewusstsein sind getrennt von allen Sensationen.

Wir als Bewusstsein sind das was bewusst ist, das was beobachtet, das was wahrnimmt.

Die Perfektion dieser Getrenntheit führt zu jedem Samadhi, jeder Ekstase, jedem Satori, jeder Erleuchtung. Egal welcher Name, von welchem Land die Tradition kommt, jede mystische Erfahrung entsteht aus der Aktivierung des Bewusstseins. Es gibt keine Ausnahme dieser Regel. Derjenige der Mystik erfährt ist das Bewusstsein in uns, nicht der Verstand. Bis das klar verstanden ist können wir auf keine mystische Erfahrung zugreifen. Dies muss praktisch verstanden werden, indem man es wiederholt anwendet, regelmäßig, rigoros, mit großartiger Disziplin.

Die Person die in dem Bewusstsein etabliert ist kann gleichzeitig großen Schmerz und große Freude erfahren, und doch von beidem getrennt sein. Da ist ein eindeutiger Sinn von Frieden, trotz jeglichem Umstand, egal wie großartig oder schrecklich.

„Es ist sehr selten Leute zu finden deren Intelligenz sich in einem Zustand der Stille befindet. In der Tat, so ein Zustand ist nur vorzufinden bei denen, die durch ihre ganze Art zu Leben hindurch bestrebt sind… indem sie ihren Intellekt bewachen und durch innere Wachsamkeit. Wachsamkeit reinigt das Bewusstsein und macht es luzide. Also gereinigt, scheint es sofort hinaus wie ein Licht das enthüllt wurde, viel Dunkelheit vertreibend. Wenn diese Dunkelheit einmal durch konstante und aufrichtige Wachsamkeit vertrieben wurde, dann enthüllt Bewusstsein Dinge die vor uns verborgen sind.“

– St. Philotheos von Sinai, aus 40 Texte über die Wachsamkeit, 9. oder 10. Jahrhundert.

Ein Prinzip das euch helfen kann zu unterschieden was in euch ist ist daß das Bewusstsein Sensationen weder begehrt noch vermeidet. Es begehrt und vermeidet nicht so wie der Verstand es tut. Bewusstsein ist einfach. Es ist entweder ein oder aus, entweder Präsent oder nicht.

Es hat andere Qualitäten, subtile Dinge. Es hat Ebenen und Tiefen. Es hat „emotionale Qualitäten“ aber diese sind höhere Emotionen die nichts mit dem zu tun haben was wir „Emotionen“ nennen. Dieses freie und pure Bewusstsein vibriert niemals mit Hass, mit Einsamkeit, mit Leere.

Das Bewusstsein hat allerdings ein Sehnen: es sehnt sich danach Gott zu kennen, die großen Realitäten der Natur zu kennen, die inneren Welten direkt wahrzunehmen, die großen erleuchteten Wesen von Angesicht zu Angesicht zu sehen.

Die Wurzel des Bewusstseins ist pure Liebe. Das ist Liebe die jenseits von Anhaftung ist, jenseits von Anforderung, jenseits von Namen oder Ort oder irgendeiner Art von physischer Sensation oder mentalem Konzept. Sie ist, in Wirklichkeit, jenseits von Emotion.

Seid streng mit euch Selbst. Um irgendetwas in dieser Art von Lehre zu erreichen müsst ihr es selbst tun. Das ist der Grund warum Meister Samael sagte: „Folgt mir nicht, ich bin nur ein Wegweiser.“ Wir müssen es selbst tun.

Das bedeutet das wir die Willenskraft und die Disziplin entwicklen müssen unseren eigenen Aufmerksamkeitssinn zu perfektionieren. Wir müssen uns Selbst beibringen wie man Aufmerksamkeit schenkt. Und seid gewarnt: Wenn ihr denkt ihr wisst ganz gut wie man Aufmerksam ist, dann täuscht ihr euch selbst. Lasst euch nicht von eurem Stolz täuschen. Wir haben Aufmerksamkeit nicht gemeistert bis wir das Bewusstsein in allen Ebenen der Natur gemeistert haben, was bedeutet daß jemand der perfekte Aufmerksamkeit entwickelt hat in der Lage ist zu aller Zeit alle anderen Ebenen der Natur gleichzeitig wahrzunehmen. So jemand kann Atome sehen, kann das Karma anderer sehen, kann die Vergangenheit und die Zukunft sehen, und, was am verstörendsten ist, so jemand kann all unsere Gedanken, Gefühle und Begierden so einfach sehen wie Bild an der Wand.

Lernt zu unterschieden. Lernt den Unterschied zwischen dem Verstand und dem Bewusstsein. Ohne dem kann es kein Verständnis geben. Ohne dem kann es keinen Fortschritt geben. Man kann viele Bücher lesen, man kann viele Kurse besuchen, aber man wird nie die wahre Bedeutung verstehen.

„Bis jemand wirklich und wahrlich seinen eigenen Verstand kennt und ihn mit Bewusstheit regieren kann, bleiben, selbst wenn die sehr vielen Erklärungen der Realität gegeben werden, diese nichts mehr als Tinte auf dem Papier oder eine Sache der Debatte unter Intellektuellen, ohne die Möglichkeit der Geburt des Verständnisses der wahren Bedeutung. Es ist notwendig eine kontinuierliche präsente Bewusstheit zu bewahren ohne abgelenkt zu werden… Denn in dem Fortweilen in der Präsenz des Wahren Zustandes (der Bewusstheit) ist die Essenz aller Pfade, die Wurzel aller Meditationen, die Conclusio aller spirituellen Praktiken, der Saft aller esoterischen Methoden, das Herz aller ultimativen Lehren – es ist notwendig eine kontinuierliche Präsenz ohne abgelenkt zu werden zu erhalten zu suchen. Was das bedeutet ist das: Folge nicht der Vergangenheit, berechne nicht die Zukunft, und folge nicht illusorischen Gedanken die in der Gegenwart auftauchen; sondern in sich Selbst kehrend sollte man seinen wahren Zustand beobachten und die Bewusstheit dessen bewahren, so wie er ist, jenseits von konzeptuellen Einschränkungen.“

– Namkhai Norbu, Tibetischer Lama

Sich selbst aktiv und wachsam zu beobachten ist die Türschwelle zu Gnosis. Das nennt sich Selbst-Beobachtung, und ohne dem kann es keine Meditation geben.

Um in wirkliche Meditation einzutreten muss man zuerst lernen sich jeden Moment des Tages zu beobachten.
Das bedeutet wir müssen lernen wie man das Gefühl von innerer Getrenntheit von Gedanken, Gefühlen und Sensationen aufrechterhält.

„Obgleich andere schlafen, sei du erwacht! Wie ein Weiser, traue keinem, sondern sei immer auf der Hut; denn gefährlich sind die Zeiten und schwach der Körper.“

– Jainismus, Uttaradhyayana Sutra 4:6

Die Kreuzung der Beiden Linien ist der jetzige Moment. Genau jetzt. Was das bedeutet ist, daß der Pfad zurück zu deinem inneren Sein durch die Türschwelle des jetzigen Moments führt. Er existiert nicht in der Vergangenheit in irgendwelchen Erinnerungen, in irgendwelchen Geschehnissen, in irgendwelchen Reflektionen, in irgendwelchen Geschichten, irgendwelchen Historien, und er existiert nicht in der Zukunft oder irgendwelchen Umständen die vielleicht kommen mögen.

„Ihr selbst wisst ganz genau, dass der Tag des Herrn so unerwartet kommen wird wie ein Dieb in der Nacht. Darum lasst uns nicht schlafen wie andere es tun, sondern lasst uns hellwach und nüchtern bleiben!“

– 1 Thessalonikerbrief 5:2-6

Die Türschwelle zu wahrer Veränderung und die Türschwelle zu deiner eigenen Inneren Gnosis liegt darin deine eigene Presenz zu perfektionieren, präsent zu sein, in deinem Körper zu sein wo du bist, jeden Moment des Tages. Jemand der diese Fähigkeit entwickelt hat träumt nicht. Könnt ihr euch das vorstellen? So jemand Träumt nie, sondern ist kontinuierlich wach und alles das er oder sie wahrnimmt ist nicht länger nur eine Projektion des Verstandes sonder fundamentale Realität.

„Diejenigen die diese Disziplin erhalten wollen, müssen ihren Verstand in perfektem Selbst-Besitz bewachen. Ohne dieser Wacht über den Verstand kann keine Disziplin je aufrechterhalten werden.

Ein Wacht wieder und wieder und abermals zu erhalten
Über den Zustand und die Handlungen unseres Verstandes und unserer Körper
Das alleine und nur das definiert den Sinn mentaler Wachsamkeit.“

– Shantideva, Der Weg des Lebens des Bodhissattvas 5:1, 108

Über die wöchentlichen Praktiken

Durch diesen Kurs hindurch haben wir einige grundlegende Übungen bereitgestellt ihr verwenden könnt um eure eigene Erfahrung der Faktoren die zu dem tatsächlichen Zustand der Meditation führen zu entwickeln. Diese Übungen sind nicht Meditation selbst: Sie sind vorbereitende Experimente die dazu konzipiert sind euch zu helfen die Natur des Bewusstseins zu verstehen.

Jede dieser Übungen kann so oft ihr wollt verwendet werden. Wir empfehlen das ihr sie zumindest für den Zeitraum einer Woche praktiziert bevor ihr zu der nächsten Übung weitergeht. Am Anfang ist es empfehlenswert für einen Zeitraum von zehn bis fünfzehn Minuten zu praktizieren. Graduell kann die Zeit dann verlängert werden. Schüler des tibetischen Buddhismus werden oft instruiert kurze Sitzungen viele Male durch den Tag hindurch zu praktizieren, und wir denken das das eine sehr effektive Methode ist.

Wöchentliche Praxis

Schaffe einen Platz für dich um zu meditieren. Er sollte sauber, ruhig, frei von Ablenkungen, gut durchlüftet (aber nicht zügig) sein, und euch erlauben in kompletter und totaler Entspannung dazusitzen, mit einem geraden Rücken.

Sitzt in einer sehr entspannten Position. Nehmt euch einige Minuten um sicherzustellen das ihr in jeder Hinsucht entspannt seid. Bemerkt eure psychologische Stimmung. Entschiedet daß ihr nicht irgendwelche Probleme eures Lebens reflektieren werdet, oder ungelöste Situationen, oder Pläne, oder Erinnerunen. Nehmt diese Zeit als eine Pause von allem.

Für die nächsten paar Minuten vokalisiert den Vokal O: OOOOOO… und stellt euch in warmes Licht vor das in eurem Herzen glüht. Entspannt euch tiefer und tiefer. Erlaubt dem Geräusch eurer ganzes Sein zu durchdringen, und stellt euch vor wie das Licht im inneren wächst und alles erleuchtet. Entspannt euch tiefer und tiefer. Lasst alles los, außer das Licht und die Wärme. Fokussiert euch komplett darauf euch das Licht in eurem Herzen vorzustellen und das Geräusch OOO das alles erfüllt.

Dann ruht in Stille. Beobachtet euch mit einem Gefühl der Getrenntheit oder Distanz. Beobachtet jeden Eindruck der auf euch eindringt oder von innen auftaucht. Beobachtet vorsichtig, aber ohne Anspannung. Entspannt euch, und beobachtet.

Nach der Praxis, wenn ihr aufsteht, seht euch um als wärt ihr noch nie vorher an diesem Ort gewesen. Seht alles als wäre es neu.

Macht diese Praxis jeden Tag ohne Versagen. Führt diese Praxis für mindestens eine Woche durch bevor ihr zur nächsten Übergeht.


Dieser Vortrag wurde aus dem Englischen übersetzt. Die Originalversion ist hier zu finden.

 

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