Hier und Jetzt Beginnen – Selbsterkenntnis

Die Audioversion des Vortrags befindet sich hier.

Das Studium der Gnosis fokussiert sich auf eine sehr spezielle Art des Wissens. Wenn wir das Wort „Gnosis“ verwenden, dann beziehen wir uns nicht auf die Art des Wissens, die man lesen kann, oder aus einem Buch oder einem Vortrag aufnehmen kann, sondern dieses Wissen bezieht sich auf etwas, das man durch seine eigene Erfahrung erhält. Es ist wichtig, daß diese Definition der Gnosis in sehr klarer Weise in dem Verstand des Schülers erhalten bleibt, denn ohne dem kann das Studium der Gnosis schnell zu einem lediglichen Dogma oder Glauben werden; es kann eine Theorie bleiben.

Eines der zentralen Postulate der gnostischen Tadition – wo auch immer in der Welt sie aufgetreten ist – war schon immer „Kenne dich Selbst“, die Aneignung des Wissens über sich Selbst, welches tatsächlich die zentrale Basis oder der zentrale Boden ist von dem aus der Pfad entdeckt wird.

Es ist sehr einfach für jeden Schüler zu beginnen die Weisheit der Gnosis zu studieren und zu erforschen, und diese Information lediglich im Intellekt zu behalten; das ist sehr verbreitet und sehr einfach. Ebenso könnte der Schüler diese Information lediglich als Glaube aufnehmen und halten, als etwas das sie in ihrem Herzen sehr wertschätzen, und auch das ist üblich und einfach. Oder ein Schüler könnte die Ansichten übernehmen, die Praktiken, und bestimmte Gewohnheiten die er oder sie von der gnostischen Doktrin lernt, und diese einfach als gewohnte oder mechanische Verhaltensweise behalten, und auch das ist sehr einfach und verbreitet.

Diese drei fundamentalen, missverstandenen Pfade stehen in Beziehung zu unseren drei fundamentalen Gehirnen oder psychischen Intelligenzen, psychischen Computern wenn man so will, oder Aspekte unserer Psyche die als Maschinen funktionieren, die auf vorherbestimmte Art mit bestimmten Energien und auf limitierte Ziele hinarbeiten.
Diese drei „Gehirne“ bilden in ihrer Gesamtheit eine Maschine die wir die „Menschen-ähnliche Maschine“ nennen. Diese drei sind die psychologischen Aspekte eines enorm komplizierten Organismus, eines sehr komplexen, hochentwickelten und verstricktem Mechanismus.

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Jeder von uns ist enorm beschenkt; uns wurde einer der spektakulärsten Apparate gegeben die auf diesem Planeten existieren, und doch scheitern wir es zu realisieren. Diesen Apparat bekamen wir umsonst von unseren Eltern; er hat in sich die Kapazität das Universum zu transformieren; er hat in sich Fähigkeiten und Kräfte, die die breite Masse nicht einmal annähernd erahnt, und dennoch verbleiben wir in Unwissenheit und Ignoranz über seine Funktion und sein Potenzial. Diese „Menschen-ähnliche Maschine, dieser Körper den wir bewohnen hat solch unglaubliche Kräfte und Fähigkeiten, die nur wenige realisiert haben.

In der Geschichte unserer Rasse, unserer Menschheit, gab es einige wenige Individuen die sich über die Masse hervorhoben und sich zu wahrlich bemerkenswerten Wesen entwickelten, und typischerweise erscheinen diese Individuen den uneingeweihten Horden der „Menschen-ähnlichen Maschinen“ als sehr übernatürlich. Diese sehr einzigartigen, wahren Individuen sind Wesen wie zum Beispiel Buddha, wie Mozart, Beethoven, Krishna, Plato, Shakespeare. Dies sind Individuen die zu einem bestimmten Grad in der Lage waren mehr von der Kapazität der Maschine die ihr Bewusstsein bewohnte zu realisieren, und das in sich selbst zeigt uns einen der fundamentalen Faktoren wenn es darum geht diese Menschen-ähnliche Maschine am besten zu verwenden, nämlich zu verstehen das sie nicht unser „Selbst“ ist. Sie ist ein Apparat, eine Maschine, ein Mechanismus, ein Organismus der von anderen Kräften verwendet wird. Diese Menschen-ähnliche Maschine, dieser Organismus der die Erscheinung hat menschlich zu sein ist nur eine Maschine welche geführt, dirigiert werden muss, die Instruktionen erhalten muss, und dies wird im Wesentlichen von einem anderen Faktor oder eine anderen Kraft kontrolliert.

Diese Individuen die im Verlauf der Zeit herausragten, sowie Beethoven oder Mozart, oder Jesus, sind Individuen, die lernten, das Bewusstsein zu erwecken, das Bewusstsein selbst als befehlende Intelligenz zu verwenden, um den Organismus den wir bewohnen zu dominieren und bestmöglich zu verwenden.

Das ist in der Tat der gesamte Grund, der gesamte Sinn der Existenz all der antiken Mysterienschulen. Wenn wir uns eine dieser antiken Mysterienschulen ansehen und sie studieren, sie es die der Essener, der Griechen, der antiken Atzteken, der Tibeter – alle der antiken Mysterien, dann entdecken wir das ihre primäre Botschaft intensivst psychologisch war. Diese psychologische Sichtweise oder Botschaft war immer verschleiert, oder wurde durch Symbolik dargelegt, durch Metaphorik, durch Analogie.

Darum, wenn wir zum Beispiel die griechischen Myterien studieren, könnten wir auf die verblüffende und tiefgehend erkenntnisreiche Geschichte von Amor und Psyche, von der eine sehr schöne Fassung in dem Buch „Metamorphosen“, auch bekannt als „Der goldene Esel“, von Apuleius zu finden ist. Dies ist ein antiker gnostischer Roman der eine sehr kraftvolle aber auch sehr moderne Geschichte enthält, eine sehr wichtige psychologische Lehre, und ich empfehle daß ihr dieses Buch lest und studiert. In der Mitte des Buches erzählt Apuleius die Geschichte von Amor und Psyche (oder auch Cupido und Psyche), und in diesem Mythos entdeckt man eine sehr profunde Lehre über die Natur unseres Bewusstseins. Der Kern der Geschichte des goldenen Esels handelt von einem Mann namens Lucius, welcher sehr eitel und sehr zufrieden mit sich Selbst ist, und eine starke Neugierde nach Magie hat. Er hat ebenso eine sehr starke wollüstige Leidenschaft. Die Kombination dieser Faktoren bringen ihn in eine Situation, in der er aufgrund seiner Wollust und seiner Naivität in einen Esel verwandelt wird, und von dem Moment an widerfahren ihm verstörendste Geschehnisse, eine extensive Reihe des Leids – verschiedene Szenarien in denen er wieder und wieder und wieder schrecklich leidet.

Lucius ist ein Symbol von mir und dir; Lucius ist ein Symbol eines jeden intellektuellen Tieres das hypnotisiert wird unter der Kontrolle der Begierden des animalischen Verstandes, des animalischen Verstandes den wir in uns tragen.

Lucius wird in dieser Geschichte von seiner Wollust, von seiner Neugierde, von seiner Eitelkeit und seinem Stolz kontrolliert, und diese treten natürlicherweise durch seine drei Gehirne in dem Spiegel seines Geistes auf. Diese drei Gehirne sind die Fahrzeuge durch die sich die psychologischen Impulse manifestieren. Sie sind ebenso die Vehikel durch die die externen Eindrücke aufgenommen und transformiert werden. Diese drei Gehirne sind Maschinen, und jedes von ihnen hat eine bestimmte Funktion und limitiertes Potenzial. Wir sehen also in der Geschichte des Lucius, wie diese Person, die das Potenzial hatte zu einem großartigem Individuum zu werden, stattdessen seinen eigenen Begierden zum Opfer fiel. Und aufgrund von Karma – in anderen Worten aufgrund von Ursache und Wirkung – verwandelte er sich in ein Tier, und erfuhr deshalb viel Leid. Ich werde das Ende der Geschichte nicht vorwegnehmen, weil das Ende fantastisch ist, aber was für uns wichtig zu verstehen ist, ist daß wir Selbst zu dem goldenen Esel wurden.

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Wir werden, ganz wie Lucius, im Leben von Situation zu Situation geworfen ohne eine wirkliche Fähigkeit unsere Umstände zu bestimmen. Wir finden uns in einer Situation nach der anderen und reagieren einfach nur, aber unsere Fähigkeit diese Situationen zu verändern ist sehr limitiert; Teil des Grundes dafür ist daß wir keinen individuellen Willen besitzen. Wir denken daß wir individuellen Willen besitzen, wir denken wir wären eine ganzheitliche Person, einheitlich als ganzes, aber wenn wir wirklich ehrlich mit uns werden und uns wirklich beobachten, dann können wir sehen daß das nicht wahr ist. Unser Wille verändert sich ständig von einem Moment zum Nächsten.

In einem Moment fühlen wir vielleicht den Impuls, das Verlangen zu essen, und vielleicht sind wir zu einem bestimmte Art des Essens hingezogen, und der gesamte Organismus reagiert darauf, wir fühlen den Hunger, wir stellen uns das Essen vor, wir wollen es haben, und beginnen zu planen wie wir es bekommen können. Aber im nächsten Moment fühlen wir dann ein anderes Verlangen, vielleicht sogar ein gegensätzliches. Vielleicht fühlen wir, daß wir schlank sein wollen. Wir wollen, daß anderen unsere Erscheinung gefällt, also sagen wir dann „Nein, ich kann diesen Schokoladenkuchen nicht essen“, und dann werden wir von diesem Gefühl, diesem Impuls unsere Eitelkeit zu steigern, gesteuert, und dann im nächsten Moment fühlen wir vielleicht das Verlangen etwas zu kaufen, shoppen zu gehen, und in dem darauffolgenden Moment haben wir ein anderes, entgegengesetztes Verlangen, danach im Bett zu bleiben und zu schlafen, oder fernzusehen.

Diese scheinbar unwichtigen Richtungsänderungen reflektieren ein sehr gravierendes psychologisches Szenario, und dieses Szenario nennt sich „die Doktrin der vielen Ichs“. Diese Doktrin der vielen Ichs besagt das wir kein einzelnes „Ich“ haben; stattdessen haben wir eine Legion von ihnen, und diese Legion von Ichs kämpft andauernd um die Kontrolle unserer Menschlichen Maschine, um unsere drei Gehirne zu manipulieren und sich zu füttern. Und so können wir auch verstehen warum wir in einem Moment vielleicht sehr verliebt in unseren Partner oder unsere Partnerin sind, aber dann, aufgrund einer sehr kleinen Veränderung der Umstände, fühlen wir eine komplette Gleichgültigkeit Ihnen gegenüber, oder sogar Hass. Wie sonst können wir diesen gegensätzlichen Wandel von einen Tag auf den nächsten erklären, oder von einer Stunde auf die nächste – vielleicht wenn wir in einem Moment sehr glücklich und zufrieden mit unserem Beruf sind und im nächsten Moment hassen wir ihn, und etwas später ist es uns gleichgültig?

Dieses dauernde Hin und Her zwischen gegensätzlichem Willen ist was uns als Opfer der Umstände gefangen hält.

Wir sehen vielleicht daß wir von Zeit zu Zeit ein sehr starkes Verlangen oder ein Sehnen eine Veränderung in unserem Leben zu machen entwickeln. Sagen wir zum Beispiel, wir wollen eine bestimmte Karriere und fühlen uns sehr enthusiastisch über diese Karriere. Wir verbringen vielleicht Monate oder sogar Jahre damit uns vorzubereiten, wir lernen und studieren die Dinge die für diese Karriere nötig sind, und dann eines Tages gefällt sie uns plötzlich nicht mehr, sie ist uns gleichgültig oder vielleicht hassen wir sie sogar – wie kann das sein? Ist sie wahr, diese Illusion die wir uns selbst erzählen, daß wir einfach „unsere Meinung geändert haben“? Oder ist die Wahrheit so schockierend, daß wir es gar nicht aushalten sie zu sehen, nähmlich daß wir diese Karriere von vorne herein niemals wollten, sondern ein „Ich“ wollte sie, ein Ego, ein Aggregat in unserer Psyche verlangte danach? Vielleicht aufgrund eines Sehnens nach Sicherheit, oder weil dieses „Ich“ respektiert werden wollte, angehimmelt werden wollte, reich sein wollte, anders aussehen wollte oder in die Fußstapfen einer Person die wir anhimmeln folgen wollte.

Von Moment zu Moment, von Szenario zu Szenario, übernehmen verschiede Begierden, oder anders ausgedrückt verschiedene Willen die Kontrolle unserer Menschen-ähnlichen Maschine, und wir als Bewusstsein verbleiben in schlafendem Zustand. Wir haben diese irrende Perspektive das wir irgendwie eine Einheit sind, und diese Illusion ist zum Teil deshalb da, weil wir einen physischen Körper haben, weil in einem physischen Körper zu sein sich anfühlt als wären wir in einer Kontinuität. Diese Illusion ist auch deshalb da, weil wir Erinnerungsvermögen haben, und die Natur unserer Erinnerung ist so, daß sie auf natürliche Weise all die gegensätzlichen Geschehnisse in einen einzigen Strom zusammenfasst, aber wir scheitern die wahren Charakteristiken dieses Stroms der Geschehnisse oder Umstände in unserer Psyche zu erkennen.

In der Bibel wird diese Doktrin der vielen Ichs in der Form einer Geschichte präsentiert.

1 Und sie kamen ans andre Ufer des Meeres in die Gegend der Gadarener. 2 Und als er aus dem Boot stieg, lief ihm alsbald von den Gräbern her ein Mensch entgegen mit einem unreinen Geist. 3 Der hatte seine Wohnung in den Grabhöhlen. (In den leeren Formen; dem Klipoth, der „Welt der Schalen“: das Unterbewusstsein, das Unbewusstsein und das Infrabewusstsein. Dieser Mann lebte unter den Illusionen seines eigenen Verstandes, unter den Wahrnehmungen und Ideen, die kein Leben oder Gott in sich haben). Und niemand konnte ihn mehr binden, auch nicht mit einer Kette; 4 denn er war oft mit Fesseln an den Füßen und mit Ketten gebunden gewesen und hatte die Ketten zerrissen und die Fesseln zerrieben; und niemand konnte ihn bändigen. (Weil er mit Konflikten überfüllt ist: er hält sich nicht an Verpflichtungen und respektiert den Bund der Freundschaft nicht; er kann sein Wort nicht halten. Er sagt eine Sache und macht eine andere. Er ist nur daran interessiert sich selbst zu dienen). 5 Und er war allezeit, Tag und Nacht, in den Grabhöhlen und auf den Bergen, schrie und schlug sich mit Steinen. (Er ist verloren in der schmerzvollen Wildnis des Lebens, verirrt, ohne Richtung, ohne einen Sinn davon was er tut, er leidet, und verletzt sich selbst durch den Missbrauch seines eigenen Steins, des Quecksilbers, der sexuellen Energie). 6 Da er aber Jesus sah von ferne, lief er hinzu und fiel vor ihm nieder ihn anzubeten (weil er das Bewusstsein noch in sich hat und den Christus erkennen kann), 7 Und schrie laut und sprach: Was habe ich mit dir zu schaffen, Jesus, du Sohn des höchsten Gottes? Ich beschwöre dich bei Gott: Quäle mich nicht! (Schon widerspricht er sich selbst: er geht zu Jesus weil er das Licht will, und sagt Jesus dann ihn nicht zu quälen. Wir suchen das Licht des Christus in dem wir nach Gnosis suchen, doch wenn wir es finden dann stellen wir Forderungen und wollen daß die Lehre unseren Geschmäckern entsprechend komme; unseren Begierden entsprechend; wir wollen sie in Übereinstimmung mit unserem Ego). Denn er hatte zu ihm gesagt: Fahre aus, du unreiner Geist (das Ego), von dem Menschen! 9 Und er fragte ihn: Wie ist dein Name? Und er antwortete ihm: Mein Name ist Legion; denn wir sind viele. – Evangelium des Markus, 5:1-9

Diese Geschichte symbolisiert wie das universelle Mitgefühl, verkörpert in Jesus, dieses Mitgefühl das wir Christus nennen, die Fähigkeit hat unseren unreinen Geist zu reinigen – die Fähigkeit aus unserer Psyche all diese Legionen, diese psychologischen Elemente die das bilden was wir auch „das Ego“ nennen auszumerzen. Auf diese Weise finden wir heraus daß es einen Weg gibt der von dem Leid wegführt, und dieser Weg der uns vom Leiden wegführt ist unseren Geist zu reinigen, aus unserer Psyche all diese verworrenen Emotionen, verworrenen Gedanken und verworrenen Impulse die aus unserem Unterbewusstsein, aus unserem Unbewusstsein und aus unserem Infrabewusstsein, den tiefsten Ebenen unseres Bewusstseins in dem Spiegel unseres Geistes auftauchen auszumerzen. Wenn wir in der Lage sind das zu tun, dann können wir das erreichen was Individualität genannt wird.

Jemand der ein Individuum ist, hat einen Individuellen Willen. Ein Individuum ist jemand der nicht in sich selbst widersprüchlich ist, der den Willen seines Inneren Seins kennt, seines inneren Buddhas, und diesen Willen ohne wiedersprüche ausführt. Das sind Personen so wie Buddha, wie Jesus, oder Moses: Menschliche Wesen in der vollkommenen Bedeutung des Ausdrucks. Dies sind Menschen die lernten ihre eigene menschliche Maschine bewusst zu kontrollieren, mit bewusstem Willen, die nicht länger von Impulsen gesteuert sind.

Wir lernen das durch Selbst-Observation, durch Selbst-Erinnerung, durch Meditation, und indem wir uns selbst studieren. Wir müssen die Gnosis studieren, wir müssen die Doktrin studieren, wir müssen die heiligen Schriften studieren, aber all diese Studien sind nur da um uns den Treibstoff dafür zu geben, um uns dabei zu unterstützen uns selbst zu studieren. Wenn wir nicht unseren eigenen Verstand bzw. Geist [engl. mind] studieren dann verschwenden wir unsere Zeit. Wenn wir nicht wirklich die Funktionsweise unserer eigenen Psyche studieren, dann haben wir nicht begonnen in die Gnosis einzutreten, denn, erinnern wir uns, wie ich bereits sagte, Gnosis ist das Studium unserer Selbst. Wenn wir aufrichtig unser eigenes Leben beobachten, wenn wir unseren Verstand von Moment zu Moment beobachten, dann beginnen wir sehr zu erschrecken, weil wir sehr schnell sehen daß dieser Verstand außer Kontrolle ist. Wenn ihr versucht habt zu meditieren, euren Geist zu beruhigen, einen stillen Geist zu haben, dann wisst ihr genau worüber ich spreche.

Wenn man Individualität besitzt, einen individuellen Willen, dann sollte man die Kapazität haben dazusitzen und nicht zu denken, still zu sein, gelassen zu sein als Geist, aber was ihr entdecken werdet ist daß wir diese Fähigkeit nicht besitzen, und das Gedanken und Gefühle und Impulse von unseren drei Gehirnen andauernd und ohne unseren Willen auftauchen. Die Erkenntnis dessen könnte jemanden wahnsinnig machen. Wenn man wirklich nur seinen Geist beobachtet, einfach die Impulse die andauernd aufkommen beobachtet und sieht wie widersprüchlich sie sind, wenn man wirklich beginnt genau zuzuhören, dann wird man in sich eine ganze Legion hören, sehen und fühlen, eine ganze Legion verschiedener Stimmen, Stimmen die verschiedene Klänge haben, verschiedene Charakteristiken, verschiede Manieren. Manche klingen wie Männer, manche wie Frauen, manche weinen, manche schreien, manche flüstern … und wer ist das?

Das ist eine Frage die ihr euch selbst stellen müsst. Am stärksten wird euch diese Situation vielleicht in den Momenten auffallen in denen ihr dabei sind einzuschlafen oder gerade aufwacht, wenn die externen Sensationen nicht so ablenkend sind und wenn ihr mehr in eure eigene innere Psychologie versenkt seid, dann könnt ihr diesen Missklang an Stimmen die alle gegeneinander Kämpfen um die Kontrolle über eure Maschine zu erlangen fühlen und erfahren.

Sich dem in sich selbst zu stellen ist eine sehr verstörende Sache. Es ist sehr beunruhigend, es ist sehr unkomfortabel, und das ist eine der Ursachen die Leute von authentischer Selbsterkenntnis abbringen. Es ist sehr schmerzhaft die Fakten zu sehen, aber wenn wir die Krankheit nicht diagnostizieren können können wir sie auch nicht heilen. Es ist essenziell für jeden von uns sich selbst zu sehen wie wir wirklich sind, zu erkennen das wir, jeder von uns, Opfer dieser Legion unseres eigenen Verstandes ist.
Dies ist sehr wichtig für angehende Schüler der Gnosis, es ist aber genauso wichtig für Schüler die bereits eine Weile dabei sind. Es ist eine sehr subtile Sache, aber nach und nach, je mehr man mit dieser Doktrin vertraut wird, desto entspannter kann man werden wenn es darum geht Anstrengungen zu machen. Es gibt viele die die Gnosis für viele viele Jahre studieren und die Illusion haben sie würden sich mehr und mehr kennenlernen, das aber nicht tun. Es ist einfach von den Umständen des Lebens und von den Umständen der verschiedenen Egos die von diesem Wissen bedroht werden hypnotisiert zu werden.

Ja, unser Verstand ist sehr bedroht, denn die Gnosis strebt danach das Ego zu zerstören, den Stolz zu entfernen, die Wollust abzulöschen, den Neid zu überwältigen, die Furcht zu vernichten, und auf diese Weise, wenn all diese widersprüchlichen, umherschweifenden, unreinen Egos entfernt wurden, ist das was übrig bleibt das Sein, was übrig bleibt ist das Bewusstsein, was übrig bleibt ist Reinheit. Was übrig bleibt wenn das Ego entfernt wird ist die Essenz, das pure Bewusstsein.

Die Essenz ist der Embryo des wahren Individuums, der Embryo der Seele, der Teil unserer Psyche der wachsen und sich zu einem vollkommenen Menschen entwicklen kann. Die Essenz ist die Widerspiegelung Gottes, und diese großen Propheten und Engel und Meister aus allen Zeiten reflektieren uns die Natur unserer eigenen Essenz: bewusste Liebe, Unschuld, großartige Intelligenz, brilliante Kreativität, Geduld, Fröhlichkeit um das Glück anderer, Besonnenheit, Tapferkeit. All diese wahren Tugenden entspringen dem Bewusstsein.

Es gibt manche die sagen: „wenn man das Ego zerstört, wenn man die Person, zerstört, wenn man den Verstand zerstört, was bleibt dann übrig?“ Diese Art von Leuten verstehen nicht daß das Ego und das Sein so verschieden sind wie Öl und Wasser. Die Zerstörung des Verstandes bedeutet die Zerstörung des animalischen Verstandes. Die Zerstörung des „Ichs“ bringt die Enthüllung der wahren Identität, des wahren Seins hervor, welches jenseits von jeglichem „Ich“ ist, welches eine Art der Individualität ist die jenseits von Individualität ist.

Unsere wahre Identität, unsere wahre Natur, ist leer. Unsere wahre Natur, unser wahres „Ich“ hat kein „Ich“, ist aber individuell, und obwohl das widersprüchlich erscheint, ist es direkt verifizierbar, es ist etwas das jeder erfahren kann der ernsthaft Meditation praktiziert, der sein Ego auflöst, der seine Begierden besiegt.

So wie wir jetzt sind werden wir von Situation zu Situation geworfen, von einer Form des Leidens zur nächsten, wie ein Esel, wie ein Esel der an einen Strick gebunden ist, der den Strick oder das Seil nicht sieht, der vor seinen Augen eine Karotte sieht und die Karotte will, und diese Karotte könnte alles sein, es könnte ein neues Auto sein, es könnte eine Karriere sein, ein Baby oder ein Kind, es könnte spirituelle Verwirklichung sein, es könnte Geld oder Ruhm sein, es könnte „Erfolg“ sein, was auch immer das bedeuten mag.
Jeder von uns ist dieser Esel, Tag für Tag marschierend, blind und auf starke Weise hypnotisiert, die Karotte verfolgend die vor uns baumelt, die wir aber nie zu erreichen scheinen, und all das während wir nicht merken das wir an einem Pfeiler angebunden sind, und einfach nur im Kreis laufen, wieder und wieder, uns selbst wieder und wieder wiederholend, unsere Umstände wieder und wieder wiederholend, unser Leiden wiederholend, und während alledem ist das einzige Resultat das wir erreichen das wir unser Loch tiefer graben. Jedes Mal wenn wir um diesen Kreis laufen, graben wir ihn tiefer.

Dieser Fakt wird von jedem ignoriert weil er zu schmerzhaft ist. Wir können uns dem nicht stellen weil wir die Idee so sehr lieben daß wir unsere eigenen Träume erreichen können. Wir lieben diesen Traum „das Leben kann so sein wie ich es will“ , aber er ist eine Lüge. So lange das Ego am Leben ist, werden wir das sein was unsere Umstände produzieren; wir können nichts tun, weil das Ego Karma ist, das Ego bringt uns die Resultate unserer vergangenen Taten, in Einklang mit dem Gesetz. Die Bibel sagt: Was wir sähen das ernten wir. Wir bekommen was wir geben, wir bekommen was uns zusteht.

Also wiederholen wir uns in Zyklen, wieder und wieder, tatsächlich ist es so das wenn man ernsthaft beginnt sich zu beobachten, sich zu studieren, dann entdeckt man daß wir den Großteil der Gefühle und Gedanken die wir heute haben auch gestern hatten. Die große Mehrheit der Fürchte und Ängste die wir heute haben hatten wir auch gestern, und den Tag davor, und den Tag davor, ad nauseam. Was ist neu in unserem Geist und in unserem Herzen? Wo ist unser Wille? Die traurigere Wahrheit ist nichts neues, was ich euch erzähle ist eine antike Wahrheit die in allen Mysterienschulen enthalten ist. Tatsächlich schrieb auch Shakespeare sehr schön aber sehr tragisch darüber, in der Tragödie von Macbeth.

Die Geschichte von Macbeth handelt von einem Mann der enormes Potenzial hatte ein großer Anführer zu werden, ein enormer Gewinn für Schottland, aber stattdessen wurde er von drei Schwestern verführt. Diese drei Schwestern symbolisieren die drei Furien, die drei Verräter. Wenn ihr irgendeine Religion studiert habt, dann habt ihr die drei Verräter studiert. Jesus hat drei Verräter, Hiram Abiff hat drei Verräter, Osiris hat drei Verräter – in all den großen Religionen repräsentieren diese drei Verräter die Dämonen die unsere drei Gehirne bewohnen: Der Dämon des Intellekts, der Dämon des Herzens und der Dämon unseres instinktiven, motorischen, sexuellen Zentrums.

Die drei Schwestern in Macbeth bieten Macbeth Prophezeiungen an, und als diese Prophezeiungen wahr werden, wird er davon überzeugt daß diese drei Hexen übernatürliche Kräfte haben, also beginnt er ihnen zu vertrauen. Aber, sehr bedeutsam, sagt sein Gefährte Banquo:

…Oft, uns in eignes Elend zu verlocken, erzählen Wahrheit uns des Dunkels Schergen, verlocken erst durch schuldlos Spielwerk, um vernichtend uns im Letzten zu betrügen.

Das ist exakt was das Ego macht. Unser eigenes Ego arbeitet immer um uns von seiner Autorität und seiner Weisheit zu überzeugen, von seiner Wichtigkeit; es erzählt uns in unserem Intellekt Dinge über uns selbst, über unsere Zukunft, es erzählt uns in unserem Herzen Dinge über uns selbst, über unsere Zukunft, unser Potenzial, und es erzählt uns Dinge durch unser sexuelles Zentrum, unser motorisches Zentrum, unser Instinktives Zentrum. Daher bekommen wir all diese Gedanken und Ideen darüber was wir werden können, wie das Leben für uns sein kann, all die großartigen Dinge die wir in Zukunft machen werden, all unsere Träume.

Es ist eine sehr bittere Medizin etwas älter zu werden und zu entdecken, daß all das eine Lüge ist. Manche Leute entdecken wenn sie etwas älter werden und über ihr Leben reflektieren das nichts so geschah wie ihr Verstand es ihnen erzählte – nicht ihre brilliante Karriere, nicht der große Reichtum den sie erlangen würden, nicht der Ruhm, nicht all die Freunde, nicht die Bewunderung, der Erfolg, und selbst wenn sie manche von diesen Dingen bekommen haben, kommen sie nie so wie der Verstand sagt daß sie kommen werden, weil der Verstand ein Lügner ist, der Verstand ist Satan, der Vater der Lügen.

Also folgt Macbeth dem was seine eigenen drei Verräter ihm erzählen, und falls ihr die Geschichte kennt, das Endresultat ist sehr tragisch. Am Ende ist da ein Teil von ihm der es begreift – er ändert nicht seinen Kurs, weil sein Ego zu stark ist, aber er macht eine Aussage die nur aus dem Verständnis dieser Tatsache des Lebens heraus gemacht werden kann, daß das Ego ein Lügner ist, und wir indem wir auf es hören unser Leben verschwenden.

Morgen, morgen, und dann wieder morgen,
kriecht so mit kleinem Schritt von Tag zu Tag,
zur letzen Silb auf unsrem Lebensblatt;
Und all unsre Gestern führten Narren
den Pfad zum staubigen Tod. Aus, kleines Licht!
Das Leben ist nur ein wandelnd Schattenbild,
ein armer Komödiant, der spreizt und knirscht
sein Stündchen auf der Bühne, und dann nicht mehr vernommen wird;
Ein Märchen ists, erzählt von einem Blödling, voller Klang und Wut,
das nichts bedeutet.

Ich lese euch dies wahrlich voll Schmerz vor. Es ist schmerzhaft die Realitäten des Lebens zu sehen, ein Leben gelebt unter dem Einfluss der Illusion des animalischen Verstandes, dieser Legion von Egos die die Menschheit kontrolliert…
All die Kinder zu sehen die mit falschen Ideen indoktriniert werden, die nicht über das Bewusstsein belehrt werden, denen nicht das Erwecken des Bewusstseins gelehrt wird… Denen stattdessen beigebracht wird Wollust zu feiern, Zorn zu genießen, von Gewalt unterhalten zu werden, und Neid und Gier zu kultivieren. Das sind die Werte unserer jetzigen Zivilisation, das sind die Dinge die wir feiern und lieben, und das Resultat ist Leid. Das Resultat ist die Ausbreitung der Verwirrung und des Chaos, die wir nun listig zu leugnen versuchen.

Wir alle klammern uns verzweifelt an die Idee das das Leben irgendwie besser werden wird, obwohl es tatsächlich von Woche zu Woche schlimmer wird, von Monat zu Monat wird es schwieriger und komplizierter, widersprüchlicher, und das passiert weil es das ist was mit dem Ego passiert. Das Ego selbst ist in keinster Weise organisiert; Das Ego hat überhaupt keine Koordination. Es gibt manche Schulen die glauben das es diese hat, die glauben das man das Ego „kartografieren“ oder „strukturieren“ kann, aber die Wahrheit ist das die verschiedenen Elemente des Ego in unserem Geist nur aufgrund von bestimmten Umständen auftauchen, und wenn sich die Umstände ändern, dann tauchen neue Egos auf. Es gibt keine Muster außer Chaos. Es gibt keine Struktur außer einen Aufstand. Dieser Aufstand ist unsere eigene Psyche.

Die Lösung ist zu beginnen, dem ganzen Aufmerksamkeit zu schenken. Wir müssen lernen zu verstehen daß diese Menschen-ähnliche Maschine Kapazitäten hat, enorme Kapazitäten, aber diese müssen durch bewussten Willen erschlossen werden. Sogar die Wissenschaft sagt uns heute daß wir nur einen kleinen Prozentsatz unsres Gehirns verwenden, die Zahl variiert, manchmal wird gesagt drei Prozent, manchmal fünf Prozent, manchmal etwas mehr, aber alle Neurowissenschaftler erkennen dies universell und sind stutzig. Wie kommt das von all den wunderbaren und komplexen Systemen in unserem Organismus das das wir nicht verwenden das Gehirn ist? Das das wir nicht verstehen, als selbstverständlich ansehen, und das unterentwickelt und nicht wirklich genutzt wird das Gehirn ist, von dem wir nebenbei bemerkt sowieso glauben es wäre unsere wahre Identität. Wie kurios ist es daß wir denken wir wären das Gehirn, und doch verwenden wir nur einen kleinen Prozentsatz davon.

All die Mysterienschulen lehren wie man das Bewusstsein erweckt, und wenn das Bewusstsein erwacht ist, dann beginnen wir die Kapazität des menschlichen Organismus gänzlich zu nutzen Wir beginnen das gesamte Gehirn zu benutzen, wir beginnen all die Drüsen, das Hormonsystem und das Nervensystem zu benutzen. Wir erwecken subtile Zentren der Transformation die in den Sieben Körpern die wir haben existieren, und wir erschließen und öffnen Sinne die bis jetzt inaktiv sind und ignoriert werden.

So also können wir auch diese großen Wundermenschen wie Mozart verstehen. Ich lade euch ein Mozart zu studieren, seine Musik anzuhören, aber noch unvorstellbarer, zu sehen wie er sie schrieb. Schaut euch die Dokumente an, auf denen er seine Musik niederschrieb, und ihr werdet sehen, daß er nichts ausradierte. Er schrieb sie in einem Stück auf. Er setzte sich nicht hin, dachte nach und sagte, „Oh, vielleicht versuche ich das, oder ich probiere das“. Er hörte die Musik innerlich und dann schrieb er sie nieder, das ist alles. All die großen Komponisten sagten, daß so ihre größten Werke entstanden sind. Sie selbst schrieben sie nicht wirklich, sie waren nur die Maschinen die sie transformierten.

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Ich will euch einige Zitate diesbezüglich vorlesen:

Sofort strömen die Ideen auf mich ein, direkt von Gott. Ich sehe nicht nur bestimmte Themen vor meinem geistigen Auge, sondern auch die richtige Form, in die sie gekleidet sind, die Harmonien und die Orchestrierung. – Johannes Brahms

{Die Oper Madam Butterfly} wurde mir von Gott diktiert; Ich war nur das Instrument durch das sie auf Papier gebracht wurde. – Giacomo Puccini

Ich kann nur annehmen daß Gott Penizillin wollte, und das sein Grund war Alexander Fleming zu erschaffen. – Sir Alexander Fleming

Das Bewusstsein, wenn es erwacht ist, kann andere Dimensionen wahrnehmen, kann Dinge jenseits der physischen Materie wahrnehmen. Das Bewusstsein kann die vierte, die fünfte, die sechste und die siebente Dimension sehen, hören und empfinden. Auf diese Weise hörten Beethoven, Mozart, Wagner und all die anderen großartigen Komponisten ihre Musik, erschlossen diese Musik durch die drei Gehirne, und transkribierten sie. Das ist der Grund warum all die großen Künstler, die wirklich großartigen Künstler sagen: „Ich bin nur die Füllfeder Gottes.“

Das ist das Ziel, der Sinn dieses menschlichen Organismus: die Idiosynkrasie unseres eigenen inneren Seins zu erschließen und zu übermitteln. Der Sinn dieser wunderbaren Maschine ist nicht einfach geboren zu werden, Fornikation zu betreiben, sich fortzupflanzen wie die Karnickel und dann zu sterben. Es wäre wahrlich traurig wenn das der Sinn des Lebens wäre. Der Sinn des Lebens ist zu einem Menschen zu werden; zu einem wahren Menschen: einem der den gesamten Kosmos sehen, reflektieren und mit ihm interagieren kann. Die großen Propheten haben uns das alle reflektiert: das Leben muss nicht nur aus Leid und Schmerz bestehen. Das Leben kann voller Freude, Schönheit und sehr erfüllend sein, aber nicht wenn wir von unserer Selbstsucht hypnotisiert bleiben, von unserem Selbstwillen, von unserem eigenen Selbstbesessenen Ego.

Das ist ein andere Name für die Legion: „das Selbst-Gewillte“ und dieser Begriff kann uns einen großartigen Hinweis für unsere Selbstobservation geben, wenn wir unseren Verstand beobachten. Wenn wir die Elemente sehen die in unseren Gedanken, unseren Gefühlen und unseren Impulsen zu handeln auftauchen, dann können wir sie analysieren: Wer profitiert davon? Wer profitiert davon wenn ich die Vorgehensweise verfolge die mein Verstand mir vorschlägt? Wer profitiert, wer verliert? Die Sichtweise unserer modernen Kultur ist „gib mir was ich will“. Unsere gesamte Kultur ist darauf fokussiert, ist darauf fokussiert Begierden zu stillen, zu nehmen was auch immer wir wollen, doch wenn wir einen Schritt zurück nehmen und uns für einen Moment die limitierte Sphäre des Kreislaufs des Lebens vorstellen, und in diesen Kreislauf einen Stapel Güter geben, und all die Menschen die die gleiche Idee haben; „gib mir was ich will“. Die stärksten, schnellsten werden nach vorne schnellen und nehmen was sie wollen, und manche werden nichts bekommen. Wer profitiert, wie lange kann dieser Kreislauf aufrecht erhalten bleiben? Wenn die Ressourcen limitiert sind und einzige wenige sie für sich selbst stehlen und nichts für andere übrig lassen, was wird passieren? Zweifelsohne werden die restlichen sterben, die wenigen werden alleine übrig bleiben, und dann werden auch sie sterben, weil nichts unabhängig voneinander existieren kann; was übrig bleibt ist gar nichts. Wechselwirkung ist ein anderes Wort für Karma. Alles im Leben ist wechselseitig, zirkulär, zyklisch. Jede Handlung die wir ausführen hat eine Konsequenz. Jede Richtung die wir wählen hat eine Konsequenz. Wenn wir etwas nehmen, von wem nehmen wir es? Wer profitiert, wer verliert?

Ich schlage nicht vor daß wir allen Dingen entsagen sollten, ich schlage vor daß wir aufmerksam werden was wir verwenden und warum, denn in diesem Moment sind wir es nicht. Wie sonst können wir uns erklären daß die große Mehrheit der Ressourcen auf der Welt in einer sehr kleinen Anzahl von Plätzen konzentriert ist? Als Beispiel, Nordamerikaner und Europäer können alles essen was sie wollen, jederzeit, aber der Rest der Welt hat diesen Vorteil nicht. Warum? Wer verliert und wer profitiert? Wollt ihr wissen warum es Hungersnot auf der Welt gibt? Die Antwort ist einfach: weil andere anhäufen was sie nicht brauchen. Das gleiche gilt für Armut, für den Mangel an sauberem Wasser, für die all die extrem unausgeglichene Verteilung aller Arten von notwendigen Ressourcen.

Es existiert eine fundamentale Ungleichheit die von dem Selbst-gewillten ausgelöst wird. Wir fahren Tag für Tag damit fort den Begierden des Verstandes zu gehorchen. Wie mir ein Freund sagte, „wir leben als Sklaven unserer Zunge“. Jeder von uns ist ein Sklave des Geschmacks: wenn unser Essen nicht sensationell schmeckt, wenn wir es nicht lieben, wenn wir nicht verrückt nach ihm sind, dann mögen wir es überhaupt nicht, wir kritisieren es, wir weisen es zurück, wir wollen es nicht essen, und wenn ihr in ein beliebiges Restaurant in der westlichen Welt geht, dann werdet ihr sehen wie Menschen essen zurückschicken oder nicht dafür bezahlen, während es nicht weit entfernt Menschen gibt die keine Wahl haben, die Dinge essen die zu essen westliche Menschen nicht einmal in Betracht ziehen würden, die sie nicht einmal angreifen würden. Ich zeige dies als Beispiel für die Sichtweise des Egos auf. Dem Ego geht es immer um „mehr, mehr, mehr und mehr, gib mir mehre, gib mir was ich will“ Es ist Selbst-gewillt, Selbstsüchtig, und es ist diese fundamentale Ansicht die die Situation hervorgebracht hat in der sich unsere Welt befindet. Die Gesellschaft existiert nicht separat von mir und dir. Die Gesellschaft ist so wie sie ist wegen mir und dir. Wir alle sehnen uns nach einer besseren Gesellschaft, wir alle wollen andere so verändern wie wir sie wollen, aber können nicht einmal uns Selbst verändern.

Es wäre gut, es wäre hilfreich für uns aufzuwachen, bewusst zu werden und zu beginnen bewusste Kontrolle über diesen Intellekt zu übernehmen, und wenn Gedanken aufkommen, diese zu hinterfragen. Es ist sinnvoll nicht einfach mit was auch immer wir denken einherzugehen, sondern unsere Gedanken zu hinterfragen; „Woher kommt dieser Gedanke, was will er, warum höre ich immer auf diese Gedanken, habe ich nach diesem Gedanken gefragt, habe ich diesen Gedanken aufgerufen?“ etc.; wir müssen uns selbst diese Fragen stellen. Das gleiche gilt für unsere Emotionen, Gefühle, unser Mögen und nicht-Mögen. Warum empfinden wir Antipathie einer Person gegenüber? Ist es weil wir etwas von uns selbst in ihr sehen das wir nicht sehen wollen? Ist es weil wir etwas in ihnen reflektiert sehen das wir auch haben und das wir nicht ausstehen können? Begreifen wir wirklich bewusst warum wir so fühlen wie wir fühlen, warum wir die Begierden haben die wir haben?
Warum sind wir zu bestimmen Arten von emotionalen Stimuli sowie Musik, Fernsehen oder Büchern hingezogen?
Ebenso, warum werden wir von den Impulsen die in unserem motorisch-instinkvtivem sexuellen Zentrum auftauchen beherrscht?
Warum ist der Sexualimpuls so mächtig, warum sind wir solche Opfer der Begierde nach sexueller Sensation? Warum haben wir keine Kontrolle? Warum ist es diesem Esel erlaubt alles zu tun was er will? Was ist mit unseren Impulsen zu essen, oder schlecht zu essen, oder extrem wählerisch zu sein, oder das Gegenteil?

Es gibt Menschen die sehr stolz auf sich sind wenn sie die neueste Mode tragen, wenn sie neue Kleidung kaufen, und sie lieben das Gefühl das ihnen das gibt. Sie fühlen sich schön, attraktiv, sie fühlen sich „neu“, als hätten sie den anderen etwas voraus, aber das ist Eitelkeit und Stolz. Neben ihnen steht dann eine Person die Eitelkeit und Stolz fühlt weil sie ihre alte Kleidung trägt, die sich voller Eitelkeit und Stolz sagt: „Ich bin besser weil ich wählerischer bin, Ich behalte meine alte Kleidung, ich verwende sie wieder“; das ist immer noch Eitelkeit und Stolz.

Das Ego hat viele Facetten; solange wir fortfahren in all unseren Umständen von den Impulsen unseres animalischen Verstandes getrieben zu werden wird Leid weiter existieren. Die Lösung also, ist uns selbst kennenzulernen, uns zu studieren, uns dessen Bewusst zu sein was in uns auftaucht, keine Marionette zu sein sondern ein echtes Individuum, ein wahrer Mensch zu werden.

Antworten auf diverse Fragen

Antwort: Die Frage handelt davon ob es Karma gibt für Aktionen die im Verstand passieren. Wir müssen verstehen daß wir nicht nur im physischen Körper existieren. Weil wir vom Bewusstsein her schlafen, haben wir die Fähigkeit verloren andere Aspekte unserer Existenz wahrzunehmen. Diese Menschen-ähnliche Maschine in der wir existieren ist multi-dimensional; sie ist nicht nur physisch. All die Energien die durch unsere drei Gehirne strömen und sich prozessieren haben Komponenten die ebenfalls multi-dimensional sind.
Wenn sich zum Beispiel ein Gedanke durch unser physisches Gehirn prozessiert, dann ist dieser Gedanke von einem Ego gekommen. Dieses Ego existiert in unserem eigenen speziellen Klipoth oder Hölle, welche Teil der fünften Dimension ist, der untergetauchte Teil, und dieser Gedanke ist eine Reflexion des Willens dieses Egos.
Wir können Energie und Materie nicht getrennt voneinander betrachten, das ist was Einstein uns aufgezeigt hat, wenn sich also die Energie dieses Gedankens durch unseren Intellekt prozessiert, dann hat das Konsequenzen. Alles hat Konsequenzen, ohne Ausnahme. Unsere Gedanken haben Konsequenzen, aber wir können es nicht wahrnehmen weil wir schlafen. Wenn man das Bewusstsein erweckt, dann nimmt man wahr das ein Gedanke eine Energie ist die ein Resultat produziert.
Unser Verstand ist keine in sich geschlossene Sphäre; das ist Teil der Illusion die wir haben, in Verbindung mit der Idee daß wir ein Individuum sind. Wir denken daß unser Verstand eine in sich Selbst geschlossene Einheit ist, und daß wir in diesem Raum alles denken können was wir wollen, fühlen können was wir wollen, uns alles vorstellen können was wir wollen, und das ist eine Lüge.
Was auch immer man denkt, was auch immer man fühlt, was auch immer man sich vorstellt hat Auswirkungen auf andere. Wie sonst können wir uns diese Vorfälle in unserem Leben erklären wenn als intuitiv gefühlt haben das jemand auf eine bestimmte Art über uns fühlt, wenn es keinen physischen Beweis dafür gibt? Sagen wir zum Beispiel, als wir ein Kind waren und uns fühlten als würde uns eines der anderen Kinder mögen. Es gibt kein physisches Zeichen weil wir solche als Kinder nicht zeigen, aber man kann es fühlen – oder wenn man in einem Büro arbeitet und einen Mitarbeiter hat, und man beginnt etwas zu spüren, etwas zu fühlen. Das ist weil der Geist nicht in sich geschlossen ist: Wir vermischen uns miteinander. Wen man Dinge denkt und fühlt, dann gibt es Konsequenzen dafür.

Antwort: Die Frage handelt davon das wir sehr darüber nachdenken sollten bevor wir unser Leid projezieren, weil das Auswirkungen auf andere und auf uns selbst hat.
Nun, ja, wir müssen uns unserer Handlungen viel bewusster werden, das ist keine Frage, und das beinhaltet auch unsere Handlungen der Gefühle und Gedanken. Lasst mich ein Beispiel geben. Viele Leute die verheiratet oder ein Paar sind werden mit dieser kulturellen Perspektive indoktriniert daß es in Ordnung sei über Sexualakte mit anderen Personen zu fantasieren, solange sie das nicht physisch ausführen – das ist die Idee. Das ist eine Lüge. Der physische Körper ist nur ein Fahrzeug in der physischen Welt. Unsere Emotionen haben ihr korrespondierendes Fahrzeug in der Astralwelt. Unsere Gedanken haben ihr korrespondierendes Fahrzeug in der Mentalwelt. Wir verstehen daß die Fahrzeuge die wir bewohnen sieben Dimensionen haben, das physische ist nur das niedrigste, und wir ermutigen und indoktrinieren einander mit der Idee das es in Ordnung ist über andere zu fantasieren; was wir damit machen ist zu sagen es sei in Ordnung Ehebruch zu begehen, denn letztendlich wird sich all diese Energie im Verstand auch physisch manifestieren; es ist unvermeidlich. Solange wir über Dinge fantasieren und nachdenken, und unserem Verstand erlauben sich all das vorzustellen, in diesem Fall den Sexualakt mit anderen Leuten, was da passiert ist daß wir unserem Verstand beibringen daß das in Ordnung ist, und dann gibt es nur noch ein hauchdünnes Hemmnis physisch nicht so zu handeln, und man kann sehr einfach sehen das dieses Hemmnis nicht aufrechterhalten bleibt wenn das Verlangen stark ist, und aus diesem Grund sind Ehebruch und Fornikation so weit verbreitet, und darum scheitern so viele Ehen, weil die Leute fantasieren.

Von den Zuhörern: Ich erinnere mich das Jesus sagte, wenn man in seinem Herzen nach jemandem lüstern ist, dann hat man bereits Ehebruch begangen.

Ja, so sagt es das Evangelium. Wenn man eine Tat in seinem Verstand begangen hat, dann hat man sie begangen. Das Evangelium sagt, Jesus sagt, daß wenn man in seinem Herzen Ehebruch mit einer Frau begangen hat, dann hat man die Tat begangen, und das unterstreicht die extreme Schwierigkeit dieser Arbeit, denn unser Ego will sich den ganzen Tag seinen Begierden hingeben, und wenn wir das nicht physisch machen können, dann will es das aber sicher in unserer Fantasie, in unserem Verstand tun.
Das Fantasieren ist eine Hürde zum wahren Verständnis. Das Fantasieren ist eine Hürde für die Erweckung für das Erwecken des Bewusstseins.
Tagträumen ist eine Form der Hypnose, es ist eine Art uns selbst zu belügen und Verbechen zu begehen.
Die Funktion unserer Vorstellungskraft ist entscheidend, denn Vorstellungskraft steht in direkter Verbindung mit der sexuellen Energie, und die sexuelle Energie ist die mächtigste Energie die in unserem Organismus existiert.
Wir können sieben fundamentale Energien sehen. Es gibt physische Energie, das ist klar, es gibt Vitalenergie oder sexuelle Energie, emotionelle und mentale Energie, Willensenergie, die Energie des Bewusstseins und die Energie des reinen Geistes, aber welche ist die mächtigste? Welche ist diejenige die zu kontrollieren uns so viel schwerer fällt als irgendeine andere, die die meiste Kraft hat? Die Sexualenergie – es ist die eine Form der Energie die uns die Macht Gottes gibt, und auf der oberflächlichsten Ebene manifestiert sich diese Macht wenn ein Mann und eine Frau sich im Sexualakt vereinen und dann die Macht haben ein Kind zu erschaffen. Das ist die oberflächlichste Ebene der Verwendung der sexuellen Energie. Es gibt aber Stufen über Stufen jenseits davon die viel mächtiger sind, und zwar geht es darum die sexuelle Energie zu verwenden um den Geist zu transformieren, und das ist die Basis von Tantra: diese Kräfte direkt zu erschließen, sie zu nutzen und bewusst zu lenken um uns von der Legion zu befreien, und das wird in der Geschichte von Jesus symbolisiert.

Frage: Welcher Art sind die Träume die wir Nachts haben wenn wir sie nicht kontrollieren können?

Antwort: Die Träume die wir Nachts haben sind eine Reflexion unseres Bewusstseinszustandes. Wenn uns jegliche Kontrolle über unsere Träume in der Nacht fehlt, dann ist das deshalb weil uns die Kontrolle über unser Bewusstsein während des Tages fehlt. Zwischen Nacht und Tag herrscht eine Kontinuität; der einzige Unterschied ist daß wir in der Nacht den physischen Körper ruhen lassen; daß ist der einzige Unterschied. Unser Bewusstsein funktioniert auf die gleiche Weise, aber was passiert ist, weil unser Bewusstsein so tief schläft und weil wir so mit unserem Ego, den verschiedenen Begierden die in uns auftauchen identifiziert sind, werden wir total von den Manifestationen unseres Verstandes in Bann gezogen, und in Wirklichkeit ist das was wir träumen das Innere unseres Verstandes, darum haben wir Träume davon in der Arbeit zu sein, in die Kirche zu gehen, einkaufen zu gehen, hier und dort hinzugehen und die gleiche Dinge zu tun die wir während des Tages machen.
Wenn man bewusste Kontrolle über seine Träume haben will dann muss man zuerst bewusste Kontrolle über sein waches Leben übernehmen, denn durch eine natürliche Erweiterung wird man wenn man sich während des Tages seiner selbst bewusst ist auch wenn der physische Körper schlafen geht sich seiner Selbst bewusst bleiben und dann kann man beginnen bewussten Willen über die Erfahrungen ausüben die man hat während man außerhalb seines Körpers ist. Jeder kann das erreichen wenn man die Anstrengung aufwendet.

Das Problem ist daß wir eine einfache Antwort wollen, jeder will einen einfachen Trick oder eine magische Pille die ihr Bewusstsein in der Astralebene erwecken wird, und keiner will wirklich die Anstrengung aufwenden physisch zu erwachen; da ist deshalb weil wir die Sensation in der Astralebene erwacht zu sein begehren. Das ist das Ego; es will die Sensationen erfahren zu fliegen, sich durch Wände zu bewegen, Materie zu manipulieren, so wie man es in der Astralwelt machen kann. Aber wenn wir stattdessen von dem Standpunkt aus beginnen daß wir uns verändern wollen um bewusste Kontrolle über unser Leben zu übernehmen, um eine bessere Person zu werden, dann werden wir beginnen hier physisch zu arbeiten und diese physische Arbeit uns unserer Selbst bewusst zu werden, den Esel des Verstandes zu kontrollieren, wird sich in unseren Träumen reflektieren, weil wir dann beginnen werden während dem Prozess des Träumens zu erwacht zu sein und in der Lage zu sein Kontrolle über diese Träume zu übernehmen.

Nichtsdestotrotz, was auch immer wir machen während wir träumen, während wir in der Astralwelt sind, ob bewusst oder unbewusst, produziert Karma,weil jede Aktion eine Reaktion, jede Handlung eine Konsequenz hervorruft, in jeder Ebene der Existenz. Wenn man also träumt daß man ein Verbrechen begeht, dann begeht man in dieser Welt ein Verbrechen, und zwar darum weil man in seinem Verstand das Element hat das nur dieses Verbrechen begehen kann, also wird es zu unserer Verantwortung es zu entfernen, und darum studieren wir die Auflösung des Egos.

Antwort: Die Frage handelt davon wie man zwischen verschiedenen Erfahrungen unterscheiden kann. Nun, das ist etwas das man durch Erfahrung entwickeln muss. Es ist eine Sache den Spiegel oder die Reflexion einen vergangenen Handlung oder potenziellen Handlung anzusehen und eine andere Sache die Handlung durchzuführen. Zum Beispiel, wenn man in der Meditation ist, wenn man während des Tages einen Impuls in sich observiert hat der Verstörend ist. Sagen wir zum Beispiel man war extrem Zornig auf seinen Ehepartner, und das ist sehr verstörend weil wir unseren Partner doch lieben sollten, und wenn man diese Art des Zornes fühlt dann ist das Hass, Zorn ist Hass, Zorn will Gewalt; es ist verstörend das zu sehen, aber wir alle haben es. Wenn man also darüber meditiert, und das beobachtet, dann ist ein Teil dessen was man tut diese Szene in der der Impuls aufgetaucht ist erneut abzuspielen, um sie zu revidieren, um über sie zu reflektieren, sie zu beobachten. Das bedeutet nicht das man die Handlung noch einmal begeht, außer man identifiziert sich damit und beginnt mehr emotionale Energie in sie zu investieren, ungefähr so: „Ja, ich hatte Recht, ich sollte Zornig sein“ – dann macht man es schlimmer, aber wenn man die Trennung bewusst aufrechterhalten kann, um das Bild nur zu beobachten, dann steuert man nicht etwas zu der Kontinuität dieses Verbechens bei, man tut sogar das Gegenteil. Man beginnt das davon herauszufiltern das einen Wert hat, um es zu verstehen. Auf diese Weise kann man sehen daß das Bewusstsein eine Fähigkeit hat die in gewisser Weise der Fähigkeit des Körpers ähnelt Nahrung zu verdauen. Der Körper hat die Fähigkeit Nahrung zu nehmen, von ihr die Elemente die wir brauchen zu extrahieren und den Rest hinauszuwerfen. Das Bewusstsein kann das gleiche mit Eindrücken machen, aber wir verwenden es nicht, und das ist der Grund warum unser Verstand mit so viel Abfall voll wird, aber wenn wir beginnen diese Fähigkeit von Moment zu Moment zu aktivieren, indem wir beobachten, dann beginnen wir den Verstand zu säubern, und das bedeutet nicht das wir etwas zu diesen Verbechen im Verstand beisteuern.

Jeder von uns hat das Potenzial, das große Geschenk ein menschliches Wesen werden zu können. So schwierig, so schmerzhaft das Leben ist, wir haben eine unglaubliche Möglichkeit. In Vorträge wie diesem und in den Büchern die wir studieren ist das Wissen manchmal sehr bitter und schmerzhaft und wir mögen den Geschmack nicht, aber wir müssen unsere Medizin nehmen.

Es ist wichtig für uns zu realisieren, daß in jedem von uns der Same eines Buddhas, der Same eines Engels ist, aber dieser Same kann nur wachsen wenn das Ego stirbt, denn ein Buddha, ein Engel, kann kein Ego haben, kann keine Wollust oder Zorn oder Stolz oder Neid oder Furcht, Gefräßigkeit, Gier, Habsucht, Selbstliebe, Selbstwertgefühl haben – nichts davon. Wir haben also die Kapazität rein zu werden, wir haben dieses Potenzial, und diese Menschen-ähnliche Maschine die wir in diesem Moment bewohnen ist das Fahrzeug das uns dorthin befördern kann wenn, wir sie weise nutzen. Wenn wir all die Energien in all ihren Ebenen benutzen, dann können wir zu dem werden was wir sein sollten.

Dieser Vortrag wurde aus dem Englischen übersetzt. Die Originalversion ist hier zu finden.

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